Bundespolizei hat neuen Kollegen auf vier Beinen

wS/oo Siegen. Wenn Polizeioberkommissar Henrik Keßler von der Bundespolizeiinspektion Köln – Revier Siegen mit seinem neuen Kollegen im Bereich vom Bahnhof Siegen auf Streife geht, dann halten die Passanten doch Abstand und haben Respekt. Dabei ist im Prinzip nichts Besonderes an dem neuen Kollegen von Polizeioberkommissar Henrik Keßler, lediglich handelt es sich um einen vierbeinigen Kollegen, dem 3-jährigen Schäferhund „Derek vom Haus Wittek“, der seit wenigen Monaten hier mit im Einsatz ist.

„Derek“ ist ein ausgebildeter Polizeihund, aber nach Dienstschluss ein einfacher Familienhund und freut sich jedes Mal auf das Wiedersehen mit seinem Spielgefährten, dem vierjährigen Sohn der Familie Keßler. „Die beiden sind ein Herz und eine Seele und freuen wahnsinnig wenn sie sich wieder sehen und zusammen spielen können“, sagte Polizeioberkommissar und Diensthundeführer Henrik Keßler. Die Ausbildung von „Derek“ als Schutz- und Fährtenhund hat fast 2 Jahre gedauert und jetzt im Polizeidienst wird er natürlich gefordert. Im Kreis Siegen-Wittgenstein ist die Aufgabe der Beamten des Bundespolizei-Revier Siegen, wie auch bei allen Bundespolizeiinspektionen im ganzen Bundesgebiet die Bewachung und Kontrollen von Bahnhöfen, Gleisanlagen sowie der Bahnstrecken.

So ist auch eine der Aufgaben von Keßler und „Derek“ die Gefahrenabwehr jeglicher Art im Innen und Außenbereich, Strafverfolgung, Ermittlung und Aufklärung von Straftaten sowie Streifentätigkeit. Bei solch einer Streifentätigkeit kontrollierte Henrik Keßler einen männlichen Passanten auf dem Siegener Bahnhof, und der Rüde blieb mit einem wachsamen Auge in der Nähe. „Sollte mich jemand angreifen oder nach einer Straftat weglaufen, so werde ich den Hund einsetzen, denn der ist schneller als jeder Flüchtende oder Angreifer“, so der Oberkommissar. Seit 1989 ist Henrik Keßler bei der Bundespolizei und seit 1996 Diensthundeführer. Im Jahre 2001 kam der Oberkommissar zum Bundespolizei-Revier Siegen und versieht hier seinen Dienst.

„Sam“ der erste Diensthund von Henrik Keßler war ein Dobermannmix, doch er verstarb vor 3 Jahren. So rückte Schäferhund „Derek“ an seine Seite. Auf der Dienststelle der Bundespolizei Siegen versehen 25 Beamte ihren Dienst in 5 Schichten, hinzukommen ein Bürgerkontaktbeamter sowie 3 Ermittlungsbeamte. Zur Schutzpolizei hat die Bundespolizei ein sehr gutes Verhältnis und so arbeiten die beiden Dienststellen sehr oft zusammen, besonders wenn Fußball-Radaubrüder die Bahnhöfe unsicher machen. Dann kommen auch die Diensthunde zum Einsatz. Die Aus- und Fortbildung der Diensthunde sowie der Diensthundführer wird unter Fachaufsicht der Bundespolizeiakademie an den Bundespolizei-Diensthundeschulen in Bleckede (Niedersachsen) und Neuendettelsau (Bayern) in den Bereichen Schutzdienst und Sprengstoffsuche durchgeführt. Zudem werden dort Diensthundelehrwarte, Schutzdiensthelfer und Leistungsrichter aus- und fortgebildet. Doch wie fing bei der Bundespolizei alles an. Ein sehr wichtiges Thema für die Bahnpolizei der Deutschen Bundesbahn (heute Bundespolizei) war das Diensthundewesen. Der Mensch machte sich seit Urzeiten die Eigenschaften des Hundes für seine Zwecke nutzbar.

Dies erkannte auch schon die Führung der Bahnpolizei im Jahre 1917. Denn seit 1917 wurden Schutzhunde bei der Bahnpolizei eingesetzt. Nach 1923 begann ein planmäßiger Aufbau des Diensthundewesen bei der Deutschen Reichsbahn mit entsprechender Ausbildung von Diensthundeführern und Diensthunden. Besondere Eignung zeigte hier der Deutsche Schäferhund. Das Thema Hundewesen wurde immer weiter ausgebaut. An der Bahnpolizeischule in München-Freimann entstand im Jahre 1975 eine eigene Hundelehranstalt mit neuen Gebäuden. Die Hundeausbildung bei der Bahnpolizei war „Top“ und in der ganzen Welt bekannt. Der Hund ist nicht mehr wegzudenken. Er ist ein wichtiger „Kollege“ des Bahnpolizei-Beamten im Einsatz. Durch seinen scharfen Spürsinn ist der Hund ein starker Partner für den Streifendienst.

 

 
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