Frühe Hilfen für Familien: BIBU geht an den Start

wS/kr  -Kreisgebiet  – Begrüßen, Informieren, Beraten, Unterstützen – kurz BIBU – das wird das Angebot für Familien sein, wenn die „Frühen Hilfen“ im Kreis Siegen-Wittgenstein starten. Die Details des Konzeptes BIBU stellten jetzt Landrat Paul Breuer und Helge Klinkert, Dezernentin für Jugend, Familie und Soziales vor. Ein entsprechender Beschlussvorschlag zur Umsetzung des Konzeptes BIBU als Angebot der „Frühen Hilfen“ für Familien im Kreis Siegen-Wittgenstein wird am 10. September  in den Jugendhilfeausschuss und am 13. September in den Kreisausschuss und den Kreistag gehen.

Förderung der Beziehungs- und Erziehungsprobleme

„Die `Frühen Hilfen` zielen darauf ab, Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern in Familie und Gesellschaft frühzeitig und nachhaltig zu verbessern. Neben alltagspraktischer Unterstützung wollen `Frühe Hilfen` insbesondere einen Beitrag zur Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenz von Eltern und werdenden Müttern und Väter leisten. Damit tragen sie maßgeblich zum gesunden Aufwachsen von Kindern bei und sichern deren Rechte auf Schutz, Förderung und Teilhabe“, erklärte Landrat Paul Breuer den Ansatz. Durch Gründung der Zukunftsinitiative „Familie ist Zukunft“ hat der Kreis Siegen-Wittgenstein bereits im Jahr 2005 eines seiner hervorragenden strategischen Ziele, nämlich die (Weiter-) Entwicklung des Kreises Siegen-Wittgenstein als attraktiven zukunftsfähigen Lebensort für Familien, verdeutlicht.

Dezernentin Helge Klinkert ergänzt: „Um Lebensräume und -orte für Familien noch attraktiv zu gestalten, müssen auch die sogenannten weichen Standortfaktoren beachtet werden. Natürlich ist die Schaffung von Erwerbsmöglichkeiten und die Bereitstellung von Infrastruktur wichtig, aber auch die Entwicklung und Stärkung einer Willkommenskultur für Familien und Kinder ist von ganz großer Bedeutung!“ Zur Entwicklung dieser Willkommenskultur für Familien gehört es, diese über vorhandene Angebote zu informieren, niedrigschwellige Beratungsmöglichkeiten zu schaffen und sozialräumlich verorteter Unterstützungsangebote durch Einbeziehung nachbarschaftlicher und ehrenamtlicher Strukturen aufzubauen und zu stärken. Auf diese Zielsetzung baut das  Angebot von BIBU auf, wenn es darum geht, ein neu geborenes Kind willkommen zu heißen. Gleiches gilt selbstverständlich für Familien, die mit einem noch sehr kleinen Kind, neu in das Kreisgebiet ziehen.

BIBU bietet frühe Hilfe grundsätzlich für alle Familien im Kreis

Als Träger der öffentlichen Jugendhilfe ist der Kreis Siegen-Wittgenstein seit Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes zum 1. Januar 2012 verstärkt gefordert, (werdende) Eltern frühzeitig zu informieren und Beratung schon weit im Vorfeld repressiver oder erzieherischer Maßnahmen anzubieten. „Daher richten wir die Angebote der `Frühen Hilfen` auch nicht nur an vermeintlich belastete Familien, sondern wir bieten dieses Angebot grundsätzlich allen Familien im Kreis an“, betont Helge Klinkert.

BIBU ist als Konzept angelegt, das durch verschiedenste Bausteine einerseits eine Willkommenskultur im Kreis Siegen-Wittgenstein entwickeln und andererseits über familienrelevante Angebote informieren, niedrigschwellige Elternberatung und im Bedarfsfall weitergehende Unterstützungsangebote vermitteln will. Die drei tragenden Bausteine des Konzeptes sind also Willkommensbesuche, Mobile Elternberatung und der Aufbau von Vernetzungsstrukturen.

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