"Frühe Hilfen" und Familienhebammen

wS/si  – Siegen – Das Familienbüro der Universitätsstadt Siegen hatte eingeladen und mehr als 30 Hebammen und Beraterinnen aus Schwanger-schaftsberatungsstellen sowie Mitarbeiter aus dem Jugendamt der Stadt Siegen kamen zusammen: Im KrönchenCenter fand jetzt erstmals eine Fachtagung zum Thema „Familienhebammen im Netzwerk Frühe Hilfen“ statt.

Ziel der Veranstaltung war es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Überblick über das Tätigkeitsfeld einer Familienhebamme zu geben und auf diese Weise die Fachfrauen dafür zu gewinnen, an einer Zusatzqualifikation zur Familienhebamme teilzunehmen. Die Teilnahme wird vom Jugendamt der Stadt Siegen mit Hilfe finanzieller Mittel aus der Bundesinitiative „Frühe Hilfen und Familienhebammen“ unterstützt. Familienhebammen werden als Partnerinnen der Jugendhilfe zur Unterstützung und Begleitung von Familien vor der Geburt und im ersten Lebensjahr eines Kindes in Siegen hinzugezogen.

In seiner Begrüßung betonte André Schmidt, Leiter des Jugendamtes der Stadt Siegen: „Hebammen sind mit ihrer Fachkompetenz ‚Wunschpartnerinnen‘ der Jugendhilfe. Die Bundesinitiative Frühe Hilfen bietet die Möglichkeit, in der Stadt Siegen die Qualifizierung zur Familienhebamme aber auch andere Fortbildungen, die der besseren Kooperation zwischen Jugend- und Gesundheitshilfe dienen, zu fördern.“

Bundesinitiative Frühe Hilfen

Am 1. Januar 2012 trat das Bundeskinderschutzgesetz in Kraft. Dieses Gesetz sieht unter anderem eine nachhaltige Stärkung des Einsatzes von Familienhebammen im Netzwerk der Bundesinitiative Frühe Hilfen vor. Im Netzwerk arbeiten Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen,  vor allem der Kinder- und Jugendhilfe und des Gesundheitswesens, wie etwa Hebammen, Ärztinnen und Ärzte, aus der Schwangerschaftsberatung oder der Frühförderung zusammen.

Die Koordination des Netzwerkes in Siegen liegt beim Familienbüro der Stadt Siegen. Hier werden die Angebote gebündelt und aufeinander abgestimmt. „Frühe Hilfen“ sind Angebote, die in Siegen bereits seit einigen Jahren bestehen: etwa Willkommensbesuche in mehr als 3600 Familien seit 2008, die Bereitstellung von Informationsmaterialien sowie Beratung für Familien im Familienbüro und Hilfen zur Erziehung. „Insbesondere Familien, die sich überfordert fühlen oder sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden, brauchen möglichst frühzeitig das passende Hilfsangebot“, erläutert André Schmidt.

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