Keine Windkraft in Nähe der Ilsequelle

(wS/kreis)  Kreis Siegen-Wittgenstein – Nach intensiven Gesprächen mit dem zuständigen Dezernenten des Kreis Siegen-Wittgenstein, Helmut Kneppe, hat sich der Investor Juwi bereit erklärt, auf den Bau eines Windrades in unmittelbarer Nähe der Ilsequelle zu verzichten. Der im Bereich Fischelbach, Sohl und Heiligenborn geplante Windpark wird damit nun sieben statt der ursprünglich geplanten zehn Windkraftanlagen umfassen.

Konstruktive Gespräche gelungen

„Ich freue mich sehr, dass es uns in konstruktiven Gesprächen gelungen ist, den Juwi-Vertretern den historischen Wert der Ilsequelle als Ort der Ruhe zu vermitteln“, freut sich Landrat Paul Breuer: „Ich bedanke mich bei dem Investor, dass er auf die Errichtung dieses Windrades unweit der Ilsequelle auf unseren Wunsch hin verzichtet und damit auf die Belange von Mensch, Natur und Historie eingeht. Dieses Entgegenkommen würdige ich auch deshalb ausdrücklich, weil der Investor nach der Rechtslage einen Anspruch auf die Genehmigung dieses Windrades gehabt hätte“, unterstreicht der Landrat.

In früheren Gesprächen mit dem Kreis und der Stadt Bad Laasphe hatte Juwi bereits zugestimmt, auf den Bau der beiden Windkraftanlagen zu verzichten, die der Siedlung Sohl am nächsten gekommen wären.

Landrat „vor Ort“ in Bad Laasphe

Im Rahmen von „Landrat vor Ort“ wird Breuer am kommenden Donnerstag, (27. Februar 2014) die Stadt Bad Laasphe besuchen. Dabei steht auch die Besichtigung der Windkraftstandorte in Hesselbach und Sohl / Heiligenborn auf dem Programm.

„Landrat vor Ort“ ist eine Veranstaltungsreihe, in deren Rahmen Breuer regelmäßig die Städte und Gemeinden in Siegen-Wittgenstein besucht, um sich einen Tag lang vor Ort aus erster Hand über aktuelle Entwicklungen und Fragestellungen zu informieren. So wird der Landrat in Bad Laasphe auch das Familienzentrum der AWO, Auf der Pfingstweide, besuchen. Am frühen Abend ist er dann im Design-Hotel am Fang zu Gast, das seit seiner Eröffnung den Tourismus in Bad Laasphe bereichert und belebt. Zudem steht ein Gespräch mit Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann, der Verwaltungsführung und den Vorsitzenden der Ratsfraktionen auf dem Programm.

„Standortgespräch“ mit den Bürgern

Zum Abschluss des Tages möchte Breuer mit Politik und Bürgern ins Gespräch kommen und lädt ab 18:30 Uhr zu einem „Standortgespräch“ ins „Haus des Gastes“ (Wilhelmsplatz 3) ein. Zu Beginn des Abends wird der Landrat zunächst einige Ausführungen zu aktuellen Themen und den Herausforderungen machen, die vor uns liegen: Demografische Entwicklung, Kinderbetreuung, Leerstandsmanagement oder die Gestaltung der Energiewende. Anschließend können die Teilnehmer alle Fragen ansprechen, die ihnen unter den Nägeln brennen:

„Ich möchte dazu einladen, sich aktiv an der Gestaltung der Zukunft unserer Ortschaften zu beteiligen“, sagt Breuer: „Wir werden weniger und die Zahl der Menschen im aktiven Alter nimmt ab: Vor dieser Entwicklung dürfen wir aber nicht wie das Kaninchen vor der Schlange in Schockstarre verfallen. Vielmehr sind wir gefordert, kreative und zukunftsweisende Lösungen für die Entwicklung unserer Ortschaften zu erarbeiten. Das gelingt aber nur, wenn sich möglichst viele einbringen. Dazu möchte ich einladen“, betont Breuer.

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