Siegener holt Silber bei den 1. Internationalen Sport Qigong Open

Qigong Open_Klappert_Silbermedaille_01(wS/oo) Siegen-Geisweid. Stolz kehrte der 34-jährige Jens Klappert, Cheftrainer vom Zentrum für chinesische Bewegungskultur, Kung Fu One in Geisweid, aus GuadalajaraSpanien mit der Silbermedaille im Gepäck zurück die er dort bei den 1. Internationalen Sport Qigong Open errungen hatte. Im stark besetzten Teilnehmerfeld konnte er in der Disziplin Qigong (Einzelformen) mit seiner Paradeübung „Ba Duan Chin“, der so genannten Brokatübung, überzeugen. Er errang nach dem Sieger Raul Sanz (Gold) aus Spanien die Silbermedaille.

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Qigon ist eine chinesische Bewegungskunst, bei der die Förderung der Gesundheit und Entspannung im Vordergrund steht. „Solide wie ein Berg, nicht zu greifen wie das Wasser und leicht wie eine Feder“, das ist Tai Ji Quan Qi Gong, eine chinesische Bewegungskunst die der 34-jährige Birlenbacher seit über 20 Jahren lernt und praktiziert. Er folgte und folgt dem Weg verschiedenster Lehrmeister national und international in China, Japan und Amerika. Zu seinen Hauptgebieten zählen Tai Ji Quan im Yang Stil und klassisches Qi Gong. Gelehrt werden die traditionell überlieferten Bewegungsformen integriert in ein attraktives und gleichzeitig modernes Trainingsystem.

Qigong Open_Klappert_Silbermedaille_05Primär geht es bei den Bewegungskünsten Tai Ji Quan und Qi Gong um die Kultivierung des Qi, der inneren Energie. Die weichen, fließenden und anmutigen Bewegungen harmonisieren Körper und Geist gleichermaßen. Die Kampfkunstaspekte entwickeln Sicherheit, ruhe und Gelassenheit. „Wer Tai Ji Quan übt, wird stark wie ein Holzfäller, geschmeidig wie ein kleines Kind und gelassen wie ein Weißer“, sagt ein Chinesisches Sprichwort. Gesundheit wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als harmonisches Gleichgewicht aller Kräfte verstanden.

Qigong Open_Klappert_Silbermedaille_06Krankheiten entstehen durch eine Störung der Harmonie und der im Körper zirkulierenden Lebensenergie. Nach Auffassung der Traditionellen Chinesischen Medizin entwickelt und erhält das Tai Ji Quang die Lebenskraft Qi des Menschen und regt es zugleich an, in den Energiebahnen freier zu zirkulieren und die Vitalität des Körpers zu erhalten. Das Tai Ji Quan regu-liert durch die Einflussnahme auf das Qi die verschiedenen Funktionssysteme des Organismus und fördert die Gesundheit, die geistige Klarheit und Konzentrationsfähigkeit. Es unterstützt das körperliche und psychische Gleichgewicht des Schülers. Aus diesem Grund wird Tai Ji Quan in China häufig mit dem Ziel der Krankheitsvorbeugung und-behandlung eingesetzt. Viele ältere Chinesen üben sich in dieser Kunst, um ihre mentale und körperliche Fitness bis ins hohe Alter zu erhalten. Da Tai Ji Quan und Qi Gong langsam ausgeführt werden, besteht nicht die Gefahr einer Sauers-toff-Unterversorgung. Deshalb ist es für viele gut geeignet, die an chronischen Krankheiten wie z.B. hohen Blutdruck, leiden. Die ersten Auswirkungen des Tai Ji Quan zeigen sich sehr subtil: Man fühlt sich wohl, entspannt und ausgeglichen nach den neuen Übungen. Die langsamen Bewegungen regen sein Energiesystem an, die Lebensenergie kann freier fließen.

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Fotos: wirSiegen