„Eigene Ausbildung gegen Fachkräftemangel“

SPD-Politikerinnen besuchten Firma Otto Quast in Lindenberg

(wS/red) Freudenberg – An ihren Standorten in Weidenau, Lindenberg, Sachsen und Schlesien beschäftigt das Bauunternehmen Otto Quast insgesamt rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darauf wies Firmenchef Reinhard Quast jetzt bei einem Besuch der Landtagsabgeordneten Tanja Wagener und der stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt Freudenberg, Nicole Reschke, in Lindenberg hin.

„Wichtig ist uns eine enge Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen. Lange Betriebszugehörigkeiten sind bei Quast die Regel. Qualifizierte, zuverlässige und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben maßgeblichen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens“, betonte Reinhard Quast.

Freudenbergs stellvertretende Bürgermeisterin Nicole Reschke (li.) und Tanja Wagener (SPD, MdL) besuchten jetzt gemeinsam den Standort Lindenberg des Bauunternehmens Otto Quast; ihr Gesprächspartner war Firmenchef Reinhard Quast (re.).

Freudenbergs stellvertretende Bürgermeisterin Nicole Reschke (li.) und Tanja Wagener (SPD, MdL) besuchten jetzt gemeinsam den Standort Lindenberg des Bauunternehmens Otto Quast; ihr Gesprächspartner war Firmenchef Reinhard Quast (re.). Foto: Firma

Tanja Wagener (MdL) sprach das Thema Fachkräftemangel an. Quast bestätigte, dass es teilweise schwierig sei, geeignete Auszubildende für die bauhandwerklichen Berufe zu finden. „Unsere eigene Ausbildung im Dualen System bleibt dennoch die beste Möglichkeit, hier wirksam gegenzusteuern“, so der Unternehmer. So gehören bei Quast auch über 30 Auszubildende zur Belegschaft, die meisten davon an den beiden Siegerländer Standorten.

Quast hob in diesem Zusammenhang hervor, dass versierte und erfahrene Facharbeiter im Bauhandwerk sehr gute Verdienstmöglichkeiten haben. „Ich denke, dass ist eine wichtige Information für junge Leute, die am Ende ihrer Schulzeit vor der Entscheidung stehen, ob sie studieren wollen oder nicht. Ein Studium führt nicht immer zum gewünschten Erfolg. Daher sollte man stets auch lohnende Alternativen im Blick haben“, erklärte Wagener.

Bei einem Betriebsrundgang konnten sich Nicole Reschke und Tanja Wagener von den modernen Verfahren bei der Herstellung von Stahlbeton-Fertigteilen überzeugen. Mit dieser Produktion hat Quast bereits 1966 in Lindenberg begonnen. „Basis unseres 1945 gegründeten Unternehmens war jedoch stets und wird auch künftig das Bauhauptgewerbe sein, also der Hoch-, Tief- und Straßenbau in Verbindung mit Stahlbetonfertigteilen“, erläuterte Quast und fügte hinzu: „Einen ganz erheblichen Anteil am Umsatz der Firma hat inzwischen der Schlüsselfertigbau. Hier ist Otto Quast der Partner für Industrie und Handel.“

Auf die Frage der beiden SPD-Politikerinnen, wie bedeutsam öffentliche Aufträge für das Bauunternehmen seien, antwortete Reinhard Quast: „Unsere mit Abstand wichtigsten Kunden sind Industrie und Handel.“ Der Unternehmer wies ferner auf einen weiteren interessanten Aspekt hin: Seine Firma erzielt nur knapp 15 Prozent ihres Umsatzes im hiesigen IHK-Bezirk. Andere Regionen – insbesondere in Deutschland, Österreich, Polen und der Schweiz – dominieren.

Nicole Reschke erkundigte sich nach der Qualität der Internetverbindung, über die das Unternehmen aktuell verfügt. Quast bezeichnete diese „als zufriedenstellend, sowohl hier in Lindenberg als auch in Siegen“. Ebenso auf Nachfrage Reschkes erklärte Reinhard Quast zur umstrittenen Erweiterung des Gewerbegebietes Wilhelmshöhe-Nord, dass diese aus seiner Sicht sinnvoll und notwendig sei.

Tanja Wagener bedankte sich für das Gespräch sowie die Besichtigung des Betriebes und erklärte abschließend: „Otto Quast ist ein klassisches Beispiel für ein traditionelles mittelständisches Unternehmen, das noch familiengeführt ist. Firmen dieser Prägung bilden weiterhin das wirtschaftliche Rückgrat des Siegerlandes und ganz Südwestfalens.“

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