Siegener SPD-Fraktion informierte sich über Qualifizierung von Flüchtlingen

(wS/ots) Siegen 27.05.2016 | Mitglieder der SPD-Fraktion im Rat der Universitätsstadt Siegen kamen jetzt in das Berufsbildungszentrum (bbz) in Geisweid, um sich über die dort angebotene Qualifizierung von Flüchtlingen zu informieren. Klaus Fenster, Geschäftsführer des bbz, und Uta Fiedler, Leiterin der Abteilung Projekte im bbz, erläuterten den SPD-Mitgliedern die angebotenen und geplanten Projekte.

Klaus Fenster (3.v.r.) und Uta Fiedler (r.) führten die SPD-Mitglieder durch das Geisweider Berufsbildungszentrum (bbz). Hier erhalten Flüchtlinge derzeit eine metalltechnische Grundqualifikation, die sie an den Arbeitsmarkt in Deutschland heranführen soll. (Foto: SPD)

Klaus Fenster (3.v.r.) und Uta Fiedler (r.) führten die SPD-Mitglieder durch das Geisweider Berufsbildungszentrum (bbz). Hier erhalten Flüchtlinge derzeit eine metalltechnische Grundqualifikation, die sie an den Arbeitsmarkt in Deutschland heranführen soll. (Foto: SPD)

Derzeit werden 35 Flüchtlinge in insgesamt 6 Kursen in Siegen, Attendorn und Bad Berleburg metalltechnisch qualifiziert. In einer 3-monatigen metalltechnischen Orientierungsphase werden zu Beginn der Qualifizierung technische und sprachliche Grundlagen vermittelt. Daran schließt sich eine ebenfalls 3-monatige schulische Phase an, in der insbesondere Deutsch, Mathematik und Informationen über das Leben in Deutschland auf dem Stundenplan stehen. In einem 6-10-wöchigen Praktikum werden anschließend erste berufliche Erfahrungen in einem metallverarbeitenden Betrieb gesammelt. Abgeschlossen wird die Qualifizierungsmaßnahme mit einer wiederum 3-monatigen metalltechnischen Grundausbildung im bbz. Anschließend sollen die teilnehmenden Flüchtlinge soweit sein, dass sie in einen Beruf, eine Ausbildung oder ein bezahltes Praktikum vermittelt werden können. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, in einer weiteren Qualifizierung die erworbenen Kenntnisse zu vertiefen.

„Es ist ein Erfolg, dass bereits zum jetzigen Zeitpunkt 6 Personen in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt vermittelt werden konnten, obwohl noch kein Kurs abgeschlossen ist“, zeigte sich Detlef Rujanski, Fraktionsvorsitzender der Siegener SPD, zufrieden von den Vermittlungsergebnissen des bbz. „Sie geben damit den Flüchtlingen, die wahrscheinlich länger in Deutschland bleiben, eine Perspektive und bereiten sie auf den hiesigen Arbeitsmarkt vor. Dies hilft auch den vielen Betrieben, die aufgrund des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels händeringend nach Nachwuchskräften suchen.“

Geplant ist, das Qualifizierungsprojekt auch auf andere Berufsgruppen auszuweiten. Im Rahmen des Projektes „Haus der Berufsvorbereitung für Flüchtlinge“ sollen insgesamt 160 Flüchtlinge in den Bereichen Bau, Handel, Pflege, Gastronomie, Metall sowie Lager & Logistik an den Arbeitsmarkt in Deutschland herangeführt werden. „Bei den noch ausstehenden Gesprächen mit den Zuschussgebern für dieses Projekt wünschen wir Ihnen viel Erfolg. Die dafür vorgesehenen finanziellen Mittel sind bei Ihnen im bbz gut angelegt“, sicherte Rujanski seine Unterstützung zu.

„Die Gesellschaft darf nicht wieder denselben Fehler machen, wie mit den Gastarbeitern zu Zeiten des Wirtschaftswunders, und die zu uns kommenden Menschen sich selber überlassen. Wir müssen von Anfang an dafür sorgen, dass die Flüchtlinge in unsere Gesellschaft integriert werden – und dies geht am besten über die Vermittlung von Sprachkenntnissen und Arbeitsplätzen. Beides soll mit dem Projekt „Haus der Berufsvorbereitung für Flüchtlinge“ geleistet werden“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende weiter.

Der Besuch im bbz wurde durch eine Diskussionsrunde mit Flüchtlingen aus den laufenden Qualifizierungskursen sowie einer Besichtigung der Ausbildungsstätten abgerundet.

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