Dreiländereckübung „Feuer in der Grundschule Niederdresselndorf“

Szenario fördert länderübergreifende Zusammenarbeit

(wS/red) Burbach-Niederdresselndorf 03.10.2016 | Unter den Augen zahlreicher Zuschauer, unter ihnen auch der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Burbach, Gemeindebrandinspektor Markus Schwarze, fand am vergangenen Freitag die schon traditionelle Dreiländereckübung der Löschzüge Nieder- und Oberdresselndorf der Freiwilligen Feuerwehr Burbach, der Freiwilligen Feuerwehren Liebenscheid, Weißenberg und Löhnfeld aus dem benachbarten Westerwaldkreis sowie der Freiwilligen Feuerwehr Rabenscheid aus dem Lahn-Dill-Kreis statt.

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Übungsobjekt war die Grundschule Niederdresselndorf. Um die Übung sowohl für die Feuerwehren wie auch für die Schüler und Lehrer der Grundschule möglichst realitätsnah zu gestalten, hatte der Leiter der Grundschule im Vorfeld freiwilligen Unterricht angesetzt. So hatten sich dann auch rund 35 Kinder mit ihren Eltern dazu entschlossen, an dieser Übung aktiv teilzunehmen. Angenommen wurde, dass im Hauptgebäude aus bislang unbekannter Ursache ein Feuer ausgebrochen war. Nach Entdecken des Brandes wird umgehend der interne Hausalarm durch das Sekretariat ausgelöst, die Schüler, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Schule waren, evakuiert und durch die Lehrkräfte zum Sammelplatz gebracht, wo die Vollständigkeit der Evakuierten überprüft wird. Hierbei stellt sich heraus, dass noch vier Schüler vermisst werden. Zeitgleich wird die Leitstelle Siegen-Wittgenstein in Siegen telefonisch über das Feuer informiert. Diese alarmiert umgehend die Löschzüge Niederdresselndorf und Oberdresselndorf zur Einsatzstelle. Aufgrund der hohen Anzahl an gefährdeten Personen sowie der Tatsache, dass noch Personen im Gebäude vermisst werden, werden im Rahmen der Amtshilfe die benachbarten Feuerwehren aus Liebenscheid, Weißenberg und Löhnfeld (Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz) und Rabenscheid (Lahn-Dill-Kreis, Hessen) mit alarmiert.

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Nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte aus Nieder- und Oberdresselndorf bildet Einsatzleiter Brandinspektor Volker Fuhrmann (Niederdresselndorf) sofort drei Einsatzabschnitte.

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Die erst eintreffenden Einsatzkräfte aus Nieder- und Oberdresselndorf beginnen umgehend mit der Suche der vermissten Schüler im stark verqualmten Gebäude. Parallel dazu werden erste Maßnahmen zur Brandbekämpfung eingeleitet. Auf der Südseite des Geländes werden eine Verletztensammelstelle sowie die Atemschutzsammelstelle eingerichtet. Währenddessen beginnen Kräfte der Feuerwehren aus Liebenscheid, Löhnfeld und Rabenscheid, mit mehreren C-Rohren die sich anschließenden Gebäudeteile auf der Ost- und Südseite des Gebäudekomplexes vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen. Aufgrund des großen Wasserbedarfs wird durch die Kräfte der Feuerwehr Weißenberg sowie des Löschzugs Oberdresselndorf eine Wasserversorgung aus dem ca. 300m entfernten Wetterbachs aufgebaut. Nachdem die im Gebäude vermissten durch die Atemschutztrupps rasch gefunden und zur Erstversorgung den Feuerwehrsanitätern übergeben wurden, konnte auch nach kurzer Zeit „Feuer aus“ vermeldet werden.

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Im Anschluss an die Übung demonstrierten die Sanitäter der Feuerwehr, René Kiedrowski vom Löschzug Niederdresselndorf und Christian Heinz vom Löschzug Oberdresselndorf anhand einer Übungspuppe den Grundschülern sowie den übrigen Zuschauern, was bei einem plötzlichen Herzstillstand zu tun ist. Zum Einsatz kam hierbei ein AED (Automatisierter externer Defibrillator). Der AED arbeitet vollautomatisch und gibt den Ersthelfern deutlich hörbare Anweisungen, wie bei der Reanimation zu verfahren ist. Die eindrucksvolle Demonstration fand bei allen Zuschauern äußerst positiven Anklang. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass mittlerweile in allen Ortsteilen der Gemeinde Burbach AEDs an öffentlich zugänglichen Orten installiert wurden.

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Zum Hintergrund der Dreiländereckübungen:

Die erste Dreiländereckübung fand im Jahr 2006 im tatsächlichen Dreiländereck zwischen den Ortschaften Weißenberg, Rabenscheid und Oberdresselndorf statt. Angenommen wurde damals ein Flugzeugabsturz. Diese Übung stieß bei allen Beteiligten auf eine derart große Resonanz, dass man beschloss, solche gemeinsamen Übungen in Zukunft öfter durchzuführen.

Die diesjährige Übung war die 8. Übung in diesem Rahmen.

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Fotos: HBM Lutz Schäfer, Pressesprecher FF Burbach

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