Keine ungebetenen Gäste mehr

Elektronzaun auf dem alten Struthüttener Friedhof soll Wildschweine abwehren

(wS/red) Neunkirchen 12.12.2016 | Etwa 15.000 Wildschweine leben derzeit in NRW. Auf der Suche nach Futter zieht es viele der Schwarzkittel in die Wohngebiete, wo sie nicht selten massive Schäden anrichten. Umgepflügte Wiesen und durchwühlte Gärten sind insbesondere in den Randgebieten von Städten und Dörfern an der Tagesordnung.

Auch der alte Friedhof in Struthütten war im Lauf der vergangenen Monate immer wieder das Ziel der Tiere. Auf den dortigen Wiesenflächen, insbesondere aber auch auf Gräbern, richteten sie große Verwüstung an. Für die Angehörigen ein unzumutbarer Zustand.

 Ein Elektrozaun soll künftig dafür sorgen, dass Wildschweine dem alten Friedhof in Struthütten keinen Besuch mehr abstatten. Foto: Gemeinde Neunkirchen

Ein Elektrozaun soll künftig dafür sorgen, dass Wildschweine dem alten Friedhof in Struthütten keinen Besuch mehr abstatten. Foto: Gemeinde Neunkirchen

Die Wildschweine bahnten sich ihren Weg immer wieder unterhalb des den Friedhof umgebenden Maschendrahtzauns hindurch, der von Mitarbeitern des gemeindlichen Bauhofs bereits an vielen Stellen durch Doppelstabmatten stabilisiert wurde. Nun jedoch entschied sich das Friedhofsamt für eine nachhaltigere Abwehrmethode: Unmittelbar hinter dem vorhandenen Zaun wurde vom Bauhof ein Elektrozaun installiert, der die Tiere von einem erneuten Friedhofsbesuch abhalten soll.

Wie auf vielen Viehweiden auch, wird der 350 Meter lange Elektrozaun mittels einer Batterie betrieben, die vom Bauhof regelmäßig überprüft und neu geladen wird. Auch der Zaun wird turnusmäßig einer Kontrolle unterzogen.

Um optimalen Schutz zu bieten, hat der Elektrozaun Bandlitzen auf drei Ebenen. Auf diese Weise ist es den Tieren nicht möglich, den Zaun zu passieren, ohne einen Stromstoß zu bekommen. Kommen die Wildschweine mit dem Zaun in Berührung, wird der Stromkreis geschlossen. Es entsteht ein Stromschlag, der für die Tiere in der Regel ungefährlich, aber abschreckend ist. Auch für den Mensch ist der Kontakt mit dem Zaun ungefährlich. Da die Berührung mit der Bandlitze jedoch sehr unangenehm sein kann, bittet das Friedhofsamt die Besucher des Friedhofs, sich außerhalb der Reichweite des Zaunes aufzuhalten.

Bislang scheint es übrigens, als ginge die Rechnung der Gemeindeverwaltung auf: Seit der Installation des Elektrozauns ist es keinem Wildschwein mehr gelungen, auf das Gelände zu gelangen. Um auch weiterhin das Eindringen des Wildes zu verhindern, ist zudem die Erneuerung des Friedhofszaunes im östlichen Bereich geplant. Dort soll im kommenden Jahr ein neuer Metallzaun für noch mehr Sicherheit sorgen. Der Elektrozaun bleibt weiterhin bestehen.

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