Reformationsjubiläum: „Glaube ist immer ganz persönlich“

(wS/red) Burbach 14.02.2017 | „Glaube ist immer ganz persönlich“, das war einer der zentralen Sätze des Vortrags von Thomas Rachel zum Reformationsjubiläum im gut gefüllten Burbacher Gemeindezentrum. Dort hatte Pastor Jochen Wahl zuvor den Referenten begrüßt, der nicht nur EKD-Ratsmitglied und Bundesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises von CDU und CSU ist, sondern auch Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungsministerium.

Pfarrer Jochen Wahl (l.) und Referent Thomas Rachel (Foto: privat)

Pfarrer Jochen Wahl (l.) und Referent Thomas Rachel (Foto: privat)

Persönlicher Glaube erfordere individuelle Information und Bildung, mit dieser in der damaligen Zeit revolutionierenden Erkenntnis habe Martin Luther überhaupt erst das Fundament für ein öffentliches Schulwesen in Deutschland gelegt, erinnerte Thomas Rachel. Heute sei das eine Selbstverständlichkeit. Evangelische Ethik sei keine starre Prinzipien-Ethik, sondern Verantwortungs-Ethik, die sich in ein Problem hineinversetze. Das bedeute oft dann keine von vorne herein feststehende Eindeutigkeit, was Thomas Rachel mit den Gedanken von Dietrich Bonhoeffer zum Tyrannenmord erläuterte: Die Erkenntnis von Verantwortung und Schuldübernahme, um noch größere Schuld zu vermeiden. Die entscheidende und bis heute gültige Botschaft der Reformation sei aber gewesen, dass Gott uns Menschen ohne Vorbedingung und Aufrechnung irgendwelcher Leistungen liebe, stellte Thomas Rachel abschließend fest. Er war auf Vermittlung des heimischen Bundestagsabgeordneten Volkmar Klein nach Siegen-Wittgenstein gekommen.

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