Taschengeldbörse seit fünf Jahren erfolgreich: Kleines Jubiläum gefeiert

(wS/red) Burbach 05.10.2017 | Seit fünf Jahren gibt es die Taschengeldbörse in Burbach. Mit einem kleinen Grillfest in und um das DRK-Heim in Burbach wurde dieses Jubiläum gefeiert. Eingeladen hatten die beiden Projektbetreuerinnen des DRK, Heike Jung und Brunhilde Kolin, sowie die Seniorenbeauftragte der Gemeinde Burbach, Birgit Meier-Braun, die Kinder und Jugendlichen, die sich ein kleines Zubrot durch die Taschengeldbörse verdienen. Beim Treffen warfen alle einen Blick zurück auf die Anfänge der Taschengeldbörse. Wichtig war den Organisatorinnen aber ebenso der aktuelle Austausch über Erfahrungen und Erlebnisse. Seit 1 ½ Jahre ist beispielsweise Eric Stiebig dabei: „Die Leute sind froh, wenn die Aufgaben wie Rasenmähen oder andere Gartenarbeiten erledigt werden. Aber viel wichtiger sind die Gespräche, die stattfinden.“ Das bestätigt auch Lisa Ginsberg: „Die sozialen Kontakte stehen viel mehr im Mittelpunkt und die älteren Menschen interessieren sich auf für jugendliche Themen. Und umgekehrt macht es auch Spaß zu hören, wie es den Leuten früher so gegangen ist.“ Ebenfalls hoch motiviert ist Lisa Tempels: „Ich finde es persönlich sehr schön, den Menschen zu helfen. Das ist auch meine Motivation, weiter dabei zu bleiben.“

Mit einem kleinen Grillfest wurde jetzt das fünfjährige Bestehen der Taschengeldbörse in Burbach gefeiert.

Die Hilfe, die im Rahmen der Taschengeldbörse vermittelt wird, bezieht sich auf einfach zu erledigende Aufgaben rund ums Haus oder Garten, als Einkaufshelfer, Botengänger, Babysitterin, Vermittler von PC-, Handy- und Sprachkenntnissen und vielem mehr. „Das funktioniert hervorragend“, macht Heike Jung deutlich. „Der Austausch der Generationen wird dadurch ebenfalls gefördert, wenngleich auch junge Familien den Service in Anspruch nehmen können.“ Für Brunhilde Kolin ist das Projekt ein Erfolg, dennoch werden weiterhin junge Leute gesucht, die mitmachen möchten. „Das System ist simpel. Für jede geleistete Arbeitsstunde werden mindestens fünf Euro gezahlt. Maximal zwei Stunden dürfen am Tag abgeleistet werden.“ Zu beachten ist, darauf macht Brunhilde Kolin aufmerksam, dass nur solche Tätigkeiten vermittelt werden können, die von Familienmitgliedern ebenfalls zu erledigen und ungefährlich sind. „Bei einem ersten Besuch gilt es, genau abzuklären, welche Erwartungen beide Seiten haben“, so Kolin. „Das klappt aber immer gut.“ Die Tätigkeit muss auch nicht auf Dauer angelegt sein. „Wir haben festgestellt, dass teilweise nur Hilfe beispielsweise im Umgang mit dem Smartphone oder dem PC notwendig ist“, sagt Seniorenbeauftragte Birgit Meier-Braun. „Es ist daher auch möglich, nur punktuell von dem Angebot Gebrauch zu machen.“

Bürgermeister Christoph Ewers ist froh, dass das niederschwellige Unterstützungsangebot schon so lange besteht: „Es wird immer mal irgendwo Hilfe benötigt. Dann ist es gut, wenn unbürokratisch etwas in fast nachbarschaftlicher Atmosphäre geregelt werden kann. Das fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Gemeinde ungemein.“ Die drei Frauen rühren daher nochmal kräftig die Werbetrommel, damit auch zukünftig das Angebot vorgehalten werden kann: „Wer ein Jobangebot für Jugendliche hat oder Jugendliche, die gerne tätig werden wollen, können sich bei uns melden. Die Kontaktdaten sind über die Homepage der Gemeinde Burbach im Bereich Senioren-Service abrufbar.“

Foto: Gemeinde Burbach
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