„Müsener Hof“ behördlich versiegelt! 28 Bewohner mussten sich eine Toilette teilen

Brandschutz nicht gewährleistet / Für die Betroffenen stehen Übergangsunterkünfte bereit

(wS/red) Hilchenbach-Müsen 02.11.2017 | Das Bauamt des Kreises Siegen-Wittgenstein hat am Montag eine ehemalige Gaststätte in Hilchenbach-Müsen geräumt und alle Zimmer versiegelt. In dem Haus waren 28 Personen überwiegend aus Südosteuropa gemeldet. Insbesondere der Brandschutz war in dem Gebäude nicht gewährleistet. Um das Leben der Bewohner nicht zu gefährden, war eine Räumung zwingend erforderlich. Zudem stand für alle Bewohner nur eine einzige Toilette zur Verfügung.

Bereits am Freitag waren Mitarbeiter des Kreisbauamtes und des Kreisjugendamtes mit einem Dolmetscher in dem Gebäude, um die Bewohner über die geplante Räumung zu informieren. Allerdings befanden sich zu diesem Zeitpunkt nur wenige Personen in dem Haus. Deshalb wurden Handzettel in der Landessprache der Bewohner mit allen notwendigen Informationen ausgehängt.

Die angetroffenen Bewohner sind alle im Laufe des Montagvormittags mit Unterstützung der Stadt Hilchenbach freiwillig in eine Ersatzunterkunft umgezogen.

Personen, die nicht angetroffen wurden, können nach Rücksprache mit den zuständigen Stellen auch noch zu einem späteren Zeitpunkt persönliche Gegenstände, die sich noch in der ehemaligen Gaststätte befinden, abholen. Auch für sie steht eine Übergangsunterkunft zur Verfügung.

Die Frage, ob es im Zusammenhang mit der Bewohnung der ehemaligen Gaststätte auch zu Fällen von Sozialmissbrauch gekommen ist, klären die zuständigen Stellen.

Fotos: M. Groß / wirSiegen.de

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