Kein Abschluss ohne Anschluss

Fachkräftenachwuchs auf dem Präsentierteller und Unternehmen als möglichen Ausbildungsbetrieb kennenlernen? Die Landesinitiative „KAoA“ macht´s möglich!

(wS/red) Siegen-Wittgenstein 22.02.2018 | Mehr als 400 Unternehmen nutzen die Online-Datenbank für Berufsfelderkundung unter www.bfe-siwi.de und bieten Achtklässlern in Siegen-Wittgenstein die Möglichkeit, in ihre Betriebe hinein zu schnuppern, um beruflichen Alltag aus nächster Nähe kennenzulernen. Und es werden immer mehr!

Till Röcher lässt sich hier von Robert Spies, dem Ausbildungsleiter der Firma Kleinknecht & Co. GmbH in Siegen, zeigen, wie der Steuerstand eines sogenannten „Schmiede-Manipulators“ funktioniert. Er absolvierte hier einen seiner Berufsfelderkundungstage und würde sein 14-tägiges Berufspraktikum nun auch gerne bei Kleinknecht machen. Sogar eine Ausbildung, die sich seiner Schulzeit anschließen soll, könnte er sich hier sehr gut vorstellen! (Foto: Kreis)

Diese Datenbank und Informationsplattform ist ein wesentlicher Teil von „Kein Abschluss ohne Anschluss“, kurz „KAoA“, eine Initiative des Landes NRW. „KAoA“ ermöglicht jungen Menschen schon ganz früh, sich mit ihren Berufswünschen, ihren Stärken und Interessen systematisch zu beschäftigen. Der Prozess beruflicher Orientierung beginnt an Nordrheinwestfälischen Schulen nämlich bereits in der achten Klasse, zunächst einmal mit einer Potenzialanalyse. Diese richtet ihr Augenmerk auf den einzelnen Menschen: Mit erprobten Tests erfahren die Kinder, wo ihre Stärken liegen und welche Begabungen erkennbar sind. Darüber hinaus reflektieren sie ihre beruflichen Wünsche, tauschen sich mit Fachleuten, Lehrern und Eltern aus und erhalten so eine erste Orientierung für ihre spätere Berufswahl.

Der nächste Schritt von „KAoA“ sieht drei betriebliche „Berufsfelderkundungs-Tage“ vor: Jeweils einen Tag lang dürfen hier die Jugendlichen in drei verschiedene, von ihnen selbst ausgewählten Unternehmen und Berufsfelder hineinschnuppern. Eine gute Gelegenheit, bei der sie die Erkenntnisse aus ihrer Potenzialanalyse überprüfen können. Die sogenannten „Schnuppertage“ sind ein weiterer zentraler Bestandteil der Landesinitiative „KAoA“! Erste Erfahrungen zeigen nämlich, dass die früh und professionell begleiteten Schülerinnen und Schüler eine gute Basis erhalten, um ihren persönlichen Weg in ihr berufliches Leben zu finden.

Zusätzlich gibt es auch eine durchaus erwünschte Nebenwirkung von „KAoA“ für Unternehmen: Indem Unternehmer jungen Fachkräften von morgen die Gelegenheit geben, einen ersten Einblick in die Berufsfelder zu bekommen und Ausbildungsberufe ihres Hauses kennenzulernen, haben sie selbst eine gute Gelegenheit, interessierte, junge Menschen ganz entspannt persönlich kennenzulernen.

Das Gelingen der Landesinitiative „KAoA“ mit ihren „Schnupper“-Angeboten setzt freilich die Bereitschaft regionaler Firmeninhaberinnen voraus, einem oder mehreren Jugendlichen einen Einblick in den beruflichen Alltag ihres Unternehmens zu ermöglichen. Interessierte Unternehmen sind also eingeladen, sich an der Initiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ aktiv zu beteiligen. Je mehr Unternehmen und Branchen in der Datenbank vertreten sind, desto vielfältiger gestalten sich die Berufsfelder aus denen die jungen Menschen dann wählen können.

Unterstützend, damit Schüler und Unternehmen gut zusammenfinden, gibt es unter www.bfe-siwi.de das Online-Buchungsportal. Hier können sich Firmen kostenlos und unkompliziert eintragen und auch viele wichtige Informationen zum Thema abrufen. Umgekehrt können die Jugendlichen dann hier nach für sie passenden Schnuppertags-Angeboten suchen und anfragen.

Natürlich unterstützt die Kommunale Koordinierung (Tel. 0271 333 -1460, -1462 oder -1472) interessierte Unternehmen auch gerne und freut sich über Anfragen.

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