Großrazzia gegen Rockergruppierung „Osmanen Germania“

In ganz NRW wurden Vereinsräumlichkeiten und Wohnungen durchsucht | Auch ein Objekt im Siegener Stadtgebiet war Ziel der Polizeiaktion

(wS/khh) Siegen/NRW 13.03.2018 | Am Dienstagmorgen um 6 Uhr schlug die Polizei in ganz NRW, Hessen und Baden-Württemberg zeitgleich zu. Laut ersten Angaben wurden bei einer Großrazzia gegen die Rockergruppierung „Osmanen Germania“ über 40 Objekte, unter Führung des Polizeipräsidiums Essen, durchsucht. Die Hauptzielorte des Einsatzes lagen in Nordrhein-Westfalen. Insgesamt waren um die 800 Polizeibeamte im Einsatz. An einigen der insgesamt 41 Objekte in NRW, so die Pressestelle der Polizei Essen, wurden Spezialkräfte eingesetzt, weil die betroffenen Rocker als gefährlich eingeschätzt werden. Auch ein Objekt im Siegener Stadtgebiet wurde durchsucht und unter die Lupe genommen.

Symbolfoto: Kay-Helge Hercher

Neben der Räumlichkeit in Siegen wurden in NRW Durchsuchungen in folgenden Städten durchgeführt: Essen, Duisburg, Herten, Hilden, Bergisch Gladbach, Köln, Bottrop, Gelsenkirchen, Marl/, Bochum, Recklinghausen, Plettenberg, Werdohl, Lüdenscheid, Witten, Bergneustadt, Wuppertal, Radevormwald, Wenden, Gladbeck, Ahlen und Lengerich.

Das Bundesministerium des Inneren hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg gebeten, bei Ermittlungen gegen den Verein „Osmanen Germania Boxclub“ zu unterstützen. Die Maßnahmen dienen dazu, die Vereinsstrukturen und Vereinsaktivitäten aufzuklären. Es handelt sich nicht um die Durchsetzung eines Vereinsverbots.

Die Gruppierung „Osmanen Germania“ soll in enger Verbindung zu der in der Türkei regierenden AKP und zum Umfeld des Staatspräsidenten Erdogan stehen. Die Positionen der Gruppierung werden als türkisch-nationalistisch und rechtsextremistisch eingeschätzt.

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