Stadt Siegen erhält Otto-Borst-Preis 2018 für Stadterneuerung

(wS/red) Siegen 20.04.2018 | Die Stadt Siegen gehört zu den Preisträgern des Otto-Borst-Preises 2018 für Stadterneuerung. In der Kategorie Freiraumsysteme/Stadtquartiere ging ein Preis für das Projekt „Siegen – Zu neuen Ufern“ an die Universitätsstadt Siegen gemeinsam mit dem Atelier Loidl (Berlin). Die Preisträger wurden gestern (Donnerstag, 19. April 2018) in Rostock vom „Forum Stadt – Netzwerk historischer Städte“ geehrt.

Für die Universitätsstadt Siegen nahm Eckhard Weidt (2.v.r.) von der Abteilung Stadtentwicklung und -planung den Otto-Borst-Preis für Stadterneuerung in der Kategorie Freiraumsysteme/Stadtquartiere entgegen. (Foto: Stadt Siegen)

Den Preis für die Stadt Siegen nahm Eckhard Weidt von der Abteilung Stadtentwicklung und -planung entgegen. Erfreut könnte er in Rostock feststellen, dass das Siegener Leuchtturm-Projekt auch in Fachkreisen in aller Munde ist. Der Otto-Borst-Preis für Stadterneuerung zeichnet Projekte aus, die bewusst auf das ästhetische geschaffene, sozial und historisch gewachsene Umfeld reagieren. „Die Projekte greifen die verschiedenen Baukulturen vor Ort auf und erweitern sie. Der Preis spiegelt so den Grundgedanken unseres Vereins wider. Wir werten den hohen Zuspruch, den der Otto-Borst-Preis 2018 wieder erhalten hat, als Zeichen wachsender Aufmerksamkeit für die vielschichtigen Aspekte eines Ortes“, freute sich Dr. Jürgen Zieger, Erster Vorsitzender des Vereins Forum Stadt, der den Preis alle zwei Jahre auslobt. 35 Projekte waren für den Otto-Borst-Preis 2018 für Stadterneuerung bei Forum Stadt e.V. eingereicht worden.

Ganz besonders freute sich die Jury über eine erfolgreiche Bewerbung aus London: der kanadische Superrockstar Bryan Adams rettete einen Berliner Industriebau, der es ihm besonders angetan hatte. Er setzte sich daher für den Erhalt eines Teils des ehemaligen AEG-Geländes in Berlin-Oberschöneweide ein. Direkt an der Spree gelegen wurde die Hallenstruktur durch kleine Eingriffe nachhaltig nutzbar gemacht.

Die Mitglieder der Jury sind ehrenamtliche und dauerhaft berufene Fachvertreter aus dem Kreis der Mitgliedsstädte von Forum Stadt: Stadtplaner und -planerinnen aus Biberach an der Riss, Heidelberg, Limburg, Regensburg, Schwäbisch Gmünd, dem Schweizer Solothurn und Wangen im Allgäu. Nach der umfassenden Begutachtung und der dritten Auswahlrunde standen die Preisträger fest. Die ausgestellten Projekte sind aus dem deutschsprachigen Raum und wurden, so will es die Auslobung, vor nicht mehr als 3 Jahren abgeschlossen.

Zum Hintergrund:

Der Name des Preises erinnert an den Historiker Prof. Dr. Otto Borst (1924 – 2001), Gründer der Arbeitsgemeinschaft „Die alte Stadt“, seit 2010 Forum Stadt e.V. Der Verein hat seinen Sitz seit der Gründung vor über 50 Jahren in Esslingen am Neckar. Das Ziel des unabhängigen Netzwerkes von Fachleuten aus kommunaler Praxis und Wissenschaft ist die erhaltende Stadterneuerung. Das Städtenetzwerk unterstützt Städte und Gemeinden im deutschsprachigen Raum mit historischem Baubestand darin, Stadterneuerung, Stadtdenkmalpflege und interdisziplinäre Stadtforschung zu fördern.

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