Erster Neuzugang: Keeper Christian Bölker wird ein Käner

(wS/red) Siegen 22.06.2018 | Es ist kein alltäglicher Neuzugang: Mit Christian Bölker von der SpVg Olpe verpflichtet der 1. FC Kaan-Marienborn einen besonderen Torhüter.

Der 30-jährige Attendorner ist seit seiner Geburt gehörlos, trägt außerhalb des Platzes ein Cochlea-Implantat. Dieses Handicap hindert den Keeper aber nicht daran, seit Jahren starke Leistungen zu zeigen, die ihn auch zwischen den Pfosten der Gehörlosen-Nationalmannschaft zu einer echten Größe werden ließen: „Wir finden Christian als Spieler und Menschen enorm spannend und hatten in den Gesprächen mit ihm ein richtig gutes Gefühl. Er hat uns mit seinem Feuer in den Augen und seiner Leidenschaft für den Fußball echt geflasht. Mit seiner Erfahrung und seinem Ehrgeiz wird er den Konkurrenzkampf im Tor sicher verschärfen“, versicherte der Sportliche Leiter Jochen Trilling, der betonte: „Es ist natürlich auch eine schöne Geschichte, dass wir einem Torwart aus der Region die Möglichkeit geben können, sich weiterzuentwickeln.“

von links: Jochen Trilling (Sportlicher Leiter), Christian Bölker (SpVg Olpe) und Thorsten Nehrbauer (Cheftrainer) sind nach der Vertragsunterzeichnung bester Laune. (Foto: Verein)

Torwart-Trainer Christian Koch, dem Bölker nicht erst seit dem Schauinsland-Cup ein Begriff ist, freute sich schon sehr auf den Neuzugang: „Christian bringt natürlich schon viel mit, aber ich traue ihm trotzdem noch einen großen Entwicklungsschritt zu. Er ist ein Top-Junge, der sehr viel Wille zeigt. Ich glaube nicht, dass seine Gehörlosigkeit ein großes Problem sein wird, da er sehr gut von den Lippen lesen kann und sich auch verständigen kann. Bei Olpe hat es ja auch wunderbar funktioniert, deswegen rechne ich mit keiner großen Umstellung. In jedem Fall bringt er aber neuen Schwung im Kampf um die Nummer 1 mit.“

Bölker, der mit 1,96 Meter ein echtes Gardemaß mitbringt, zeigte sich voller Tatendrang: „Ich freue mich sehr auf den 1. FC Kaan-Marienborn. Ich wollte unbedingt Regionalliga spielen. Mir tut es zwar leid für Olpe, aber ich wollte diese Chance ergreifen. Ich bin jetzt 30 Jahre alt und möchte mich gerne noch verbessern. Dafür werde ich alles geben.“
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