Großes Interesse an Ausstellung über russisch-ukrainischen Konflikt

In der „Galerie 42“ werden noch bis zum 26. Juni Fotos, Gemälde und Installationen von vier ukrainischen KünstlerInnen zu sehen sein.

(wS/red) Siegen 22.06.2018 | Die Eröffnung der Ausstellung „Art@War: Eindrücke und Erfahrungen von verschiedenen Seiten der Frontlinie“ in der „Galerie 42“ in Siegen hat viele BesucherInnen angezogen. In der Ausstellung geht es um den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, der erst vor wenigen Wochen noch einmal aufgeflammt ist. „Für uns ist es wichtig, diese Ausstellung zu machen, weil die Menschen in Deutschland zu wenig von diesem Krieg mitbekommen“, sagte Prof. Dr. Volker Wulf, Dekan der Fakultät III (Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht) der Universität Siegen. Sein Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien veranstaltet die Ausstellung zusammen mit dem Internationalen Institut für Sozio-Informatik (IISI).

Eröffneten die Ausstellung (von links): Übersetzerin Margarita Grinko, Künstlerin Anna Torkaenko, Prof. Dr. Volker Wulf, die KünstlerInnen Elena Ukraintseva, Oksana Stomina und Evgeniy Sensualis, Forscherin Irina Shklovski aus Dänemark. (Fotos: Uni)

Hintergrund ist ein Projekt von Prof. Wulf, der im russisch-ukrainischen Grenzgebiet zusammen mit der dänischen Wissenschaftlerin Irina Shklovski erforscht hat, wie Menschen im Krieg Technik nutzen. Bei seiner Arbeit hat er auch mehrere Künstler kennengelernt und diese zur Ausstellung nach Deutschland eingeladen.

In der „Galerie 42“ werden noch bis zum 26. Juni Fotos, Gemälde und Installationen von den vier ukrainischen Künstlern zu sehen sein. „Es ist sehr wichtig für uns, zu wissen, dass wir nicht allein sind“, sagte Künstlerin Oksana Stomina bei der Eröffnung. Im Obergeschoss der Ausstellungsräume haben sie zum Beispiel ein Minenfeld nachempfunden. BesucherInnen können sich über Holzstäbe und Schnüre hinweg vorsichtig in den nächsten Ausstellungsraum begeben.

Im Obergeschoss der Ausstellung haben die Künstler ein Minenfeld nachempfunden.

An einer Wand sind Alltagsgegenstände wie Hosen und einzelne Schuhe aufgehängt, sie bilden das Wort „War“. Sie sollen symbolisieren, dass im Krieg Menschen sterben, ihre persönlichen Gegenstände aber zurückbleiben. Im Erdgeschoss wird anhand einer Bilderserie gezeigt, wie sich die Stadt Mariupol im ukrainisch-russischen Grenzgebiet durch den Krieg verändert hat. „Die Kinder und Erwachsenen dort können die verschiedenen Geschütze schon am Geräusch erkennen“, berichtete Künstlerin Oksana Stomina bei einer Führung durch die Räume. Sie hat auch einen Gedichtband zur Ausstellung geschaffen, der auf deutsch und englisch übersetzt wurde und in der Galerie ausliegt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 26. Juni dienstags, mittwochs und donnerstags von 13 bis 16 Uhr geöffnet.
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