Tatverdächtiger nach Überfall mit europäischem Haftbefehl in Polen festgenommen

(wS/ots) Olpe/Siegen 26.06.2018 | Einem 33-Jährigen wird zur Last gelegt am 27.08.2017 im alkoholisierten Zustand eine Gaststätte in der Alten Landstraße in Rhode (Kreis Olpe) überfallen zu haben. Nach Angaben der Wirtin hielt sich zur Tatzeit ein Mann als Letzter in der Gaststätte auf und entwendete ihr Zigaretten und ein Mobiltelefon. Von ihr darauf angesprochen, schlug er unvermittelt mehrfach mit den Fäusten auf sie ein. Gleichzeitig forderte er sie auf ihm Geld zu geben. Nach weiteren Schlägen gelang es der Wirtin den Täter abzulenken. Laute Hilferufe vertrieben ihn und er flüchtete in Richtung Hatzenberg. Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen konnte ein 32-jähriger Pole ohne festen Wohnsitz in Tatortnähe festgenommen werden. Die Geschädigte wurde mit erheblichen Verletzungen notärztlich betreut und in ein Krankenhaus gebracht.

Am 29.08.2017 erfolgte auf Antrag der Staatsanwaltschaft Siegen eine Vorführung beim Amtsgericht mit dem Ziel, den Tatverdächtigen in Untersuchungshaft zu nehmen. Diesen Antrag lehnte der Haftrichter ab, so dass der 33-Jährige wieder entlassen wurde und anschließend nach Polen zurückkehrte. Gegen diese Entscheidung legte die Staatsanwaltschaft Beschwerde ein, der von dem Landgericht Siegen stattgegeben wurde. Gegen den Tatverdächtigen wurde ein europäischer Haftbefehl erlassen. In einem Rechtshilfeersuchen wurde er in Polen festgenommen und in Görlitz an die Bundespolizei übergeben. Nunmehr kann das Verfahren gegen den Täter eröffnet werden.

Symbolfoto

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