Kursana Domizil Siegen zum Thema Tagespflege

(wS/red) Siegen 06.02.2019Tagespflege – als Tagesgast im Seniorendomizil

Die Pflege eines Angehörigen bringt viele Menschen an ihre Belastungsgrenze. Tagespflege kann Erleichterung schaffen und neue Lebensqualität – für beide Seiten.

„Wir sind wie eine kleine Familie“, sagt Andrea Reh, Pflegefachkraft in der Tagespflege des Kursana Domizils Siegen. Aus bis zu zehn Mitgliedern besteht die kleine „Familie“, das jüngste ist 53, das älteste 94 Jahre. Manche von ihnen kommen fast jeden Tag, andere nur einmal die Woche.

Tagespflege ist eine teilstationäre Betreuung für Menschen, die Unterstützung, aber noch keine volle Pflege benötigen. Sie stellt eine Ergänzung zur häuslichen Betreuung und den Leistungen eines ambulanten Pflegedienstes dar. Die Kosten für Tagespflege werden je nach Pflegegrad und Anspruch anteilig von den Pflegekassen übernommen.

Wenn die kleine „Familie“ im Kursana Domizil zusammenkommt, spielt sie Rummikub, bastelt Vogelhäuschen oder redet über Themen, die gerade auf der Seele brennen. Sie gehen spazieren, machen Ausflüge – mal mit dem Bus rauf zum Schloss – oder kochen zusammen. Nicht jede Aktivität ist mit allen möglich. Einschränkungen gibt es gerade bei demenziell erkrankten Tagesgästen. Sie brauchen meist mehr Hilfe, ob beim Toilettengang oder der täglichen Medikamenteneinnahme.

Foto: Kursana BU: Pflegedienstleiterin Sandra Dreisbach (hinten links) und Andrea Reh (hinten rechts) mit Tagesgästen im Kursana Domizil Siegen.

Tagespflege bedeutet Hilfe bei der Bewältigung des Alltags, für die Gäste, aber auch für die Angehörigen. Denn die häusliche Pflege verlangt neben anstrengender Arbeit auch ständige Präsenz. Ein zeit- und kraftintensives Sich-Kümmern, zusätzlich zu den Anforderungen, die das eigene Leben stellt. Tagespflege bringt Entlastung und Auszeiten. Sie schont Ressourcen, die an den übrigen Tagen der Woche dringend gebraucht werden.

Für ein schlechtes Gewissen, was viele Angehörige anfangs haben, gebe es keinen Grund, sagt Andrea Reh. Im Gegenteil: Die meisten Senioren würden in der Tagespflege regelrecht aufblühen. Das gesellige Miteinander tut gut, ist Ansporn und Bestätigung. Für vieles, was zu Hause zu kurz kommt, ist hier Zeit und so manches, was verloren schien, kehrt wieder. „Wir versuchen, die noch vorhandenen Fähigkeiten herauszukitzeln und zu erhalten“, erklärt Pflegedienstleiterin Sandra Dreisbach. Auch das sei Ziel der Tagespflege. Und das kommt nicht nur den Gästen zugute, sondern auch ihren Familien – der zu Hause und auch der anderen, der kleinen „Familie“ im Kursana Domizil.

Das Kursana Domizil Siegen gehört zu den 116 Häusern, die der größte private Anbieter von Seniorenpflege und -betreuung in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Estland und Italien betreibt. 2018 werden zwei weitere Häuser in NRW eröffnen. Kursana wurde 1985 gegründet. 6.800 Mitarbeiter pflegen und betreuen rund 13.800 Senioren. Alle Kursana-Häuser in Deutschland sind TÜV-zertifiziert.

 

 

 

 

 

 
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