TuS Ferndorf bricht Zuschauerrekord der Schwalbe-Arena und schickt HSV Hamburg in die Abstiegsregion

(wS/red) Gummersbach/Ferndorf 16.02.20193754 TuS Ferndorf Fans bringen die Schwalbe-Arena zum Kochen

TuS Ferndorf gegen HSV Hamburg 26:22 (14:7) Es war ein noch nie dagewesenes MEGA-Event, es war eine Handballdemonstration und das in jeder Beziehung.
Noch nie gab es ein Handballspiel des TuS Ferndorf, das vor einer Kulisse von 3754 Zuschauern stattfand. Dem Team um Kai/Tim Brückmann ein großes Lob und Danke für ihre geniale Moderation, Chapeau.
EIN HANDBALLDORF ZIEHT UM, so hieß der Slogan und sie zogen um, mit Autos, Bussen, tausenden Fans, die Köpfe voll mit Jubelgesängen, die Kehlen geölt, die Klatschen gefaltet.
Jeder nahm seinen Sitzplatz ein und als alle saßen, gab es keine freien Plätze mehr, der TuS Ferndorf hatte die Halle komplett gefüllt, so viele Zuschauer hatten noch nicht einmal die Gummersbacher in der laufenden Saison bei einem Heimspiel vorzuweisen und das sagt schon alles.

Ein Bus mit der Mannschaft war angereist, die Wern-Group startete einen Konvoi mit weiteren 8 Bussen um die Fans nach Gummersbach zu bringen, der große Rest kam mit dem Pkw etc.
Die Halle war voll, die Parkplätze waren voll und alle Fans zuversichtlich, dass es heute wieder klappen könnte.
Konnte es sein, dass die Ferndorfer das Ganze auch ein zweites mal schaffen. Ja, das konnten sie, und wie, das Hinspiel verloren die Hamburger zu Hause mit 22:26 und genau dieses Ergebnis sollte auch hier nach 60 Minuten an der Anzeigetafel stehen.

Die Hamburger hatten von Beginn an absolut keine Chance dem TuS Paroli zu bieten. Nach zähen 8 Minuten fiel überhaupt erst das erste Tor, natürlich für Ferndorf. Und die zogen unaufhaltsam davon, über ein 6:1 und 9:3 kam man zur Halbzeit auf ein 14:7. Und nach der Pause ging es ebenso weiter, die Nordies kamen nie näher als 4 Tore an das Handballdorf heran. Der Hamburger Trainer meinte nach dem Spiel, ihre Aufholjagd sei leider nicht belohnt worden.
Einige Minuten vor Schluss lag Ferndorf noch mit 7 Toren vorne und befand sich schon in der „Auslaufrunde“. Das ermöglichte Hamburg dann 3 leichte Gegentreffer zum Endstand von 26:22.

Das Sahnehäubchen setzten die Trommler der Ferndorfer Füchse, die sich in der Liga mittlerweile einen Namen gemacht haben und die „Brigade“ mit ihren unzähligen Fahnen und Flaggen.
Fazit – Es war toll zu sehen, welche Massen an Menschen Ferndorf motivieren und mobilisieren kann, um in eine große Halle umzuziehen. Und wie diese Heerschar an Fans ihre Mannschaft nach vorne und zum Sieg peitschen kann. Mitgereiste TuS-Sponsoren konnten sich überzeugen, das ihr Geld optimal angelegt ist.
Aber das ist wie im Urlaub, man fährt weg in ein tolles Hotel, das gesamte Umfeld passt, aber man freut sich dann auch wieder, wenn man zu Hause ist. Soll heißen, die Stählerwiese ist unser Zuhause und alle freuen sich auf das nächste Heimspiel dort. Aber wir haben auch wieder erfahren, dass eine Hallenerweiterung in Kreuztal oberste Priorität haben sollte, denn Ferndorf wird auch nach einer solchen Vergrößerung die Halle füllen.

Als nächstes steht am Sa. 23. Februar das schwere Auswärtsspiel in Hamm an, das Hinspiel hat der TuS mit 4 Toren gewonnen. Und das nächste Heimspiel in der Stählerwiese beschert dem TuS den Tabellenführer HBW Balingen-Weilstetten und das dürfte das schwerste Saisonspiel werden. Aber bei solchen Fans, so, wie man sie hier gesehen hat, ist ja vielleicht ein kleines Dorfwunder drin!

Foto: Josh Alberts

Lukas Zerbe

Bericht: Peter Trojak, Fotos: Andreas Domian, Peter Trojak und Josh Alberts

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