Wildschweinplage im beschaulichen Örtchen Gilsbach

(wS/red) Burbach-Gilsbach 25.01.2020 | Wildschweinplage in Gilsbach – Anwohner sind verzweifelt

Früher konnte man Wildschweine nur in ihrem natürlichen Lebensraum, beispielsweise bei einem ausgiebigen Waldspaziergang, beobachten. Diese Zeiten sind nun vorbei.
Mittlerweile stoßen die wilden Tiere bis zur Dorfmitte hervor und hinterlassen dort bei ihren nächtlichen Besuchen schwere Spuren der Verwüstung. Die Allesfresser dringen in Privatgärten ein und durchstöbern Mülltonnen auf der Suche nach Essensresten. Sehr schnell registrieren die intelligenten Tiere, dass ihnen in Wohngebieten keine Bejagung droht. Auch der Gilsbacher Friedhof blieb nicht verschont. Spätestens da wird der allgemeine Ärger der Bewohner, über die Zerstörungen ihres Eigentums, zu einer schockierenden Belastung die ihnen zu Herzen geht.

Gerade die ältere Generation hat sehr zu kämpfen mit diesen Vorkommnissen. „Für meinen Mann und mich ist es eine große körperliche Belastung, wenn wir die Schäden der Wildschwein-Angriffe in unserem Garten beseitigen müssen“, so eine 83-jährige Gilsbacherin. „Jeden Morgen schauen wir nach dem Aufstehen sofort nach, ob sie wieder da waren.“
Auch die vielen Autofahrer, die täglich durch das stark befahrene Gilsbach kommen, sollten achtsam sein. Rund um das kleine Dorf der Gemeinde Burbach befinden sich Wald und Wiesen. Anwohner berichten, dass sie fast täglich auf ihrem Arbeitsweg in der Morgen- oder Abenddämmerung Wild beobachten können. „Die Haupt-Abschussquote macht nicht unser Jäger, sondern die armen Autofahrer.“, so eine 49-jährige Bewohnerin. „Hier muss etwas passieren. Man fühlt sich einfach nicht mehr sicher.“

Bildmaterial/Bericht: © Jennifer Sauer

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