TuS Ferndorf verliert in einer dramatischen Schlussphase gegen TUSEM Essen

(wS/red) Kreuztal-Ferndorf 02.02.2020 | In einem hochdramatischen Spiel verloren die Siegerländer in den letzten 5 Sekunden

TuS Ferndorf gegen TUSEM Essen – Ergebnis: 26:27 (13:15)
Der Parkplatz war rappelvoll, die Halle war rappelvoll, eine knisternde Spannung über 60 Minuten. Grund, der Tabellendritte TUSEM Essen war da und das ist beileibe keine Laufkundschaft. Haben die Ferndorfer das Hinspiel in Essen doch mit 35:22 verloren, eine der höchsten „Klatschen“ für die Siegerländer überhaupt.

Somit hatten die ROT/WEISSEN von der Stählerwiese etwas gutzumachen. Das Ergebnis zeigt aber eine Niederlage, doch dazwischen lag Spannung pur, ein aufgeheizter Hexenkessel, von vielen Mannschaften gefürchtet und das wussten auch die Essener.Und um zu diesem Ergebnis zu kommen, mussten sie heute alles geben.
Nach dem Spiel fragte man sich:
– Haben wir jetzt 2 Punkte verloren?
– Haben wir jetzt 1 Punkt verloren?

Fakt ist, TUSEM legte los wie die Feuerwehr, überrumpelte die Ferndorfer, die noch nicht so richtig am Feld angekommen waren und Ruckzuck stand es 1:6 ( 8. Minute). Davon erholte sich der TuS nur ganz langsam und die Fans auf der Tribüne schauten verwundert, das hatten sie sich anders vorgestellt.
Doch der Ferndorfer Motor stotterte nur etwas, kam aber ganz langsam in Fahrt, angefeuert von 1055 Handballbegeisterten, die heute über 60 Minuten ALLES gaben.
Essen konnte sich nie absetzen, lag aber immer mit 2 bis 3 Toren vorne.
Ferndorf hatte natürlich auch ein kleines Lazarett, Patrick Weber, Jonas Faulenbach und Jonas Müller fielen verletzungsbedingt aus. Patrick Weber, der lange Rückraumriese hätte dem Gegner sicherlich ein paar Dinger aus der „zweiten Etage“ in die 6 qm reingeknallt. Aber sie fehlten nun mal und der Rest riss sich förmlich die Beine aus um dieses Fehlen mit Kampfkraft zu kompensieren. Und sie waren wirklich gut und forderten TUSEM Essen alles ab. Allen voran Julius Lindskog-Andersson, der ein ums andere Mal förmlich angeflogen kam und den gegnerischen Torhüter schier zur Verzweiflung brachte, er erzielte 9/4 Tore. Und dann gab es noch einen Großen, nämlich den Kleinen auf Rechtsaussen. Von Tim Rüdiger ist die Rede, er traf mit fünf gigantischen Toren, ebenso Moritz Barwitzki  auf Linksaussen , auch er erzielte 3 tolle Treffer.
Und dann kam die dramatische Schlußphase, TUSEM schwächelte, Ferndorf wurde immer stärker und in der 58 Minute stand es 26:26. Essen hatte den Ball, doch der Teufelskerl Lucas Puhl hält das Ding und Ferndorf stürmt nach vorne. Es sind noch 11 Sekunden auf der Hallenuhr, als Ferndorf den Versuch startet einen letzten Treffer, den Siegtreffer zu erzielen. Doch bei dem Versuch wird Julius Lindskog-Andersson angegangen, die Schiris pfiffen nicht, Essen schnappte sich den Ball, sprintete nach vorne und erzielte 5 Sekunden vor dem Ende den Siegtreffer. Aus, Aus, Aus, das Spiel war aus und der TuS verliert sehr unglücklich mit 26:27.
Die enttäuschten Gesichter der Ferndorfer Spieler sprachen Bände, aber der TuS ist auch nicht mehr die Mannschaft, die wir zu Saisonbeginn gesehen haben. Sie ist gewachsen, gewachsen zu einem kampfstarken Team, das sich vor keiner Mannschaft der 2. Liga verstecken muss. Das zeigen auch die zuletzt gesehenen unerwarteten Siege in Eisenach und in Hamburg.
Wenn die Ferndorfer so weiterspielen, dürften sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben, aber es ist noch ein langer Weg.

Tore:
Julius Lindskog-Andersson 9/4
Tim Rüdiger 5
Moritz Barwitzki 3
Lucas Schneider, Thomas Rink, und Mattia Michel je 2
Julian Schneider , Marijan Basic und Andreas Bornemann je 1

 

Bilder: Andreas Domian

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