Kursana Domizil Siegen – neues Gruppenangebot in der Corona-Zeit

(wS/red) Siegen 08.09.2020 | Das Hoffnungslicht strahlt weiter

In Anlehnung an die christliche Aktion Hoffnungslicht und als Ersatz für ausfallende Gottesdienste ist im Kursana Domizil Siegen ein Gruppenangebot entstanden, das den Bewohnern Zuversicht und Kraft spendet.
Eine Kerze im Fenster, dazu ein Gebet – die Aktion Hoffnungslicht, die ein katholischer Pfarrer aus Oberhausen in der Anfangsphase der Corona-Pandemie ins Leben rief, sollte Mut machen. Eine solidarische Geste, ein Zeichen der Verbundenheit und Zuversicht inmitten der globalen Krise. Viele Menschen in Deutschland und der Welt beteiligten sich, über alle Konfessionen hinweg. Im Kursana Domizil Siegen haben Mitarbeiter die Idee aufgegriffen – und weiterentwickelt. Entstanden ist ein neues Gruppenangebot, bei dem es längst nicht mehr nur um Corona geht.

Den Namen haben sie übernommen. „Mit unserem Hoffnungslicht wollten wir einen Ersatz schaffen für die Gottesdienste, die infolge der Besuchseinschränkungen nicht mehr stattfinden konnten“, erzählt Annemone Jänsch, die Leiterin der sozialen Betreuung im Theodor-Keßler-Haus. Dabei sei das Hoffnungslicht am Anfang auch ein Kanal gewesen, um über Ängste zu sprechen. Zusammen mit ihrer Kollegin Kerstin Fey hält sie seitdem die besinnliche Veranstaltung jeden zweiten Freitag in den beiden hauseigenen Wintergärten ab. So können alle interessierten Bewohner teilnehmen, ohne sich zu nahe zu kommen.

Foto: Kursana – Andächtiges Zuhören: die Bewohnerinnen Ilse Stahl und Ursula Kretzer, beide 85, von links.

Die Resonanz ist groß: Zwölf bis fünfzehn Bewohner sind im Schnitt in jedem Wintergarten mit dabei. Es beginnt mit einer Begrüßung, dann lesen die Kursana Mitarbeiterinnen kurze, meist spirituelle Texte vor. Darin geht es um Liebe und Frieden, um den Glauben und das Menschsein. Und natürlich um Hoffnung und Zuversicht. Anschließend hören sie gemeinsam christliche Musik, vom Kirchenlied „Kleines Senfkorn Hoffnung“ bis hin zur Taizé-Komposition „Laudate omnes gentes“. „Unsere Bewohner lauschen andächtig, oft mit geschlossenen Augen und gefalteten Händen.

Manche summen leise mit“, beschreibt Kerstin Fey die Stimmung während des Gruppenangebots. Am Ende seien sie „total entspannt und geerdet“, so die Mitarbeiterin.
Die Senioren sind von dem neuen Angebot, das ganz offensichtlich den richtigen Nerv trifft, begeistert. „Religion ist im Alter ein großes Thema“, bestätigt Kerstin Fey und fügt hinzu: „zumindest bei uns.“ Annemone Jänsch ist zuversichtlich: „Das Hoffnungslicht wird es auch nach der Corona-Krise noch im Theodor-Keßler-Haus geben.“

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