Eiskalte Ferndorfer fegen den Tabellenzweiten ASV Hamm mit 27:21 aus der Halle

(wS/red) Ferndorf 18.11.2020 | Ein überragender Tim Hottgenroth hat großen Anteil am Sieg des TuS Ferndorf

Ein gutes Gefühl hatte im Vorfeld niemand in Ferndorf, unser Ex-Trainer Micha Lerscht hielt Einzug in der Stählerwiese mit seinem neuen Team, den ASV Hamm.
Nicht unbedingt ein Punktelieferant, sie kamen als Tabellenzweiter, hatten schon fünf Siege und eine Niederlage auf dem Konto und wollten heute auch wieder 2 Punkte mitnehmen.

Der TuS Ferndorf, durch zwei mal Quarantäne ziemlich gebeutelt, stemmte sich mit aller Kraft gegen die favorisierten Hammer Spieler. Und es war in der 1. HZ ein absolut ausgeglichenes Spiel, mal führte Ferndorf, mal führte Hamm. Den Ferndorfern fehlte ja Spielpraxis, sie hatten erst 3 Spiele auf ihrem Konto, der ASV Hamm derer 6.

Foto: Verein

Pech für Lukas Pechy, die Uhr zeigte 28:23, als er eine Zeitstrafe bekam, das hieß, Ferndorf musste die 2. HZ direkt in Unterzahl beginnen und hatte auch Anwurf.
Eine bissige Ferndorfer Abwehr mit einem Monster-Innenblock machte dem ASV das Leben schwer und Micha Lerschts Miene ließ nicht Gutes erahnen.
Gleich zu Beginn der 2. HZ kam der Langzeitverletzte Patrick Weber zu seinen ersten Spielminuten. Aber irgendwie kam er mit der 5/1-Abwehr des ASV nicht klar und kurz darauf kam Jonas Faulenbach wieder auf die Platte.

Aus dem 11:11 zur Halbzeit machte Josip Eres ein 12:11, aber die Hammer konterten und in der 38. Minute erzielten sie mit dem 14:16 die erste 2-Tore-Führung. Die hatte aber nur bis zum 15:17 Bestand , denn danach war Schluß mit lustig. Andreas Bornemann, Mattis Michel und Josip Eres drehten die Partie und in der 44.Minute zeigte die Anzeigetafel ein 18:17. Der TuS Ferndorf gestattete dem ASV noch das Tor zum 18:18, danach legte der TORminator Andreas Bornemann den Turbo ein und knallte 4 wuchtige Treffer in die 6 qm, dann noch 1 Ding von Lukas Pechy und zum Erstaunen aller (obwohl ja kaum einer da war) las man nun ein 23:18 auf der Anzeigetafel und wir schrieben die 51. Minute, die Crunchtime war eingeläutet.

Archivfoto

Jetzt konnte man schon riechen, dass hier eine…nennen wir es mal „kleine Senasation“ im Raume stand. Denn Hamm war eigentlich der hohe Favorit in diesem Match und mit dieser Wende in der 2. HZ hatte niemand gerechnet. Aber das Kind hatte auch einen Namen, nämlich TIM HOTTGENROTH. Er ersetzte nach einigen Minuten der 2. HZ Marin Durica im Tor und wuchs förmlich über sich hinaus. Irgendwie kam er gefühlt an fast alle Bälle (Quote von ca. 50 %)  und war somit ein Garant für den deutlichen Sieg des TuS Ferndorf. Ihm war es zu verdanken, dass der ASV Hamm zwischen der 41 und 52. Minute nur 1 Tor erzielte.
Denn der Sieg war ja nun wirklich nicht unbedingt einkalkuliert, für Ferndorf war es ja nach zwei mal Quarantäne quasi ein Restart und Hamm war uns da ja um einiges voraus.
Ein ganz großes Lob an dieser Stelle an die Ferndorfer „Aufbauhelfer“, die heute die Trommeln quälten, es war schon ein gigantischer Lärmpegel den sie erzeugten. Wenn da jetzt heute so ca. 1500 Zuschauer in der Halle gewesen wären, wäre die Stählerwiese trotz neuer Lüftungsanlage am Kochen gewesen.

Foto: Verein

Ein enorm wichtiger Sieg, gerade gegen diesen starken Gegner zeigt doch, dass der leicht angeschlagene TuS Ferndorf nicht unterschätzt werden darf. Eine geschlossene Mannschaftsleistung sorgte heute für dieses Klasse-Match und der Sieg geht auch in dieser Höhe absolut in Ordnung.
Die Wettbüros legten sich in ihren Quoten auch auf den ASV fest, haben sich da aber so richtig vertan.
Fazit, Ferndorf ist auf dem richtigen Weg und Robert Andersson scheint der richtige Mann zu sein, um aus ihnen ein Top-Team zu machen. Hoffen wir, der Handballgott und das Gesundheitsamt bleiben TuS-Fans, dann kann ja nichts mehr schief gehen. 😉

DAS IST FERNDORF – DAS BIST DU

Die Zahlen:
TuS Ferndorf gegen ASV Hamm 27:21 (11:11)

Torschützen:
Andreas Bornemann 8
Josip Eres 5
Julian Schneider, Mattis Michel und Torben Matzken je 3
Thomas Rink und Jonas Faulenbach je 2
Lukas Pechy 1

Bericht: Peter Trojak – Fotos: Verein

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