Runder Tisch Bürgerinitiative Netphen / Präsentation

(wS/Ne) Netphen 12.08.2021 | Initiative Netpherland hält Chance auf Förderung für Eis in Netphen aufrecht

Am vergangenen Montag hatte die Initiative Netpherland Fraktionsvertreter aus dem Netphener Rat und dem Verwaltungsvorstand der Stadt Netphen zu einem Runden Tisch eingeladen, um den Teilnehmern Vorschläge zur Sanierung der Eishalle vorzutragen.

Nur wenige Wochen blieben der Initiative Netpherland, um ihre Ideen zu konkretisieren. Das Team um den Netphener Unternehmer Dirk Hähner und die ehemaligen EHC Netphen 08 Eishockeyspieler Kevin Groos, Andre Bruch, Tim Bruch, Daniel Herling und das ehemalige EHC Vorstandsmitglied Michele Schulte haben dafür viel Zeit investiert: Es wurden zahlreiche Gespräche geführt, Angebote eingeholt und mit Sport- und Bauexperten gesprochen, um die Idee von Eis in Netphen weiter am Leben zu erhalten.

Ausgangspunkt für die Initiative war die Inaussichtstellung der Zuschussförderung des Bundes in Höhe von bis zu 3 Millionen Euro. „Deshalb fühlten wir uns herausgefordert, das Thema Eishalle noch Mal intensiv anzugehen“ meint Dirk Hähner und sieht für die Initiative Netpherland drumherum aber noch größere Aufgaben: „es gilt insgesamt die Abwärtsentwicklung in Netphen aufzuhalten und mit bürgerschaftlichem Engagement und Netzwerken die großen Potenziale in Netphen zu nutzen, um in Sachen Gastronomie, Tourismus und dem Sport gilt es die Attraktivität zu steigern und die weichen Standortfaktoren zu erhöhen.“

Die Hoffnung auf eine anteilige Förderung des Projekts durch die Bundesmittel hat die Initiative noch nicht aufgegeben und hat unter Einbindung der Fördermittel, öffentlichen und privaten Geldern eine mögliche Sanierungslösung und Bewirtschaftung der Eishalle vorgestellt, die einen komplett neuen Ansatz wählt:

„Statt einer geschlossenen massiven Halle und einer halboffenen Halle, haben wir eine Lösung mit einer Traglufthalle erarbeitet“ berichtet Dirk Hähner, „wir schlagen eine tragende Traglufthalle vor, die nicht nur unter energetischen, sondern auch unter Lärmemissionsgesichtspunkten eine klare Verbesserung zur halboffenen Variante darstellt und die Grenzwerte einhält.“

Die Nutzungsoptionen für den Eissport und die Tribünen, aber auch für die Gastronomie stellen – ausgehend vom unten abgebildeten Entwurf – erhebliche Verbesserungen zum jetzigen Stand dar. Die massiven Leimbinder, die die bisherige Dachmembran getragen haben aber dadurch auch oft die Sicht versperrten werden abgebaut. „„Dadurch ergeben sich auch in der Vermarktung der potenziellen Werbeflächen ganz andere Möglichkeiten, welche wesentlich dazu beitragen können die Finanzierung und den laufenden Betrieb auf gesunde Beine zu stellen“ ist sich Michele Schulte, aktueller Sponsorenbeauftragter des Wiehler Eishockeyclubs und Marketing-Experte, sicher.

Ein Budget für eine professionelle Wirtschaftlichkeitsberechnung und Bauplanung zur Beauftragung von Dienstleistern für war bisher nicht vorhanden – dafür möchte die Initiative nun die Verwaltung und private Sponsoren mit ins Boot holen.

 

„Feedback aus der Netphener Bevölkerung und den umliegenden Gemeinden sowie aus der Unternehmerschaft haben uns die Motivation gegeben hier weiterzumachen“ sagt Felix Bauer, der als ehemaliger Spieler des EHC Netphen 08 eine Online-Petition zum Erhalt der Eishalle gestartet hatte und darüber Teil der Initiative geworden ist, „wenn diese Ideen nun von der Kommunalpolitik und der Verwaltung aufgegriffen würden, könnten wir die Vereinsstrukturen wieder beleben und recht schnell wieder den Ligabetrieb und die Jugendarbeit aufnehmen“ so Felix Bauer weiter.

Der Initiative stehe bis dahin noch einiges an Arbeit bevor, den Akteuren sei das bewusst.
Der Funke der Euphorie sei zwar noch nicht auf alle Vertreter von Politik und Verwaltung übergesprungen, jedoch sei Bereitschaft signalisiert worden das Thema noch einmal im Rat zu behandeln.

Da müsse es jetzt auch schleunigst hin. Denn: wenn Netphen die Fördergelder, die die Stadt auch komplett an einen privaten Investor weiterleiten könnte, noch abrufen will, brauche es dafür jetzt einen positiven Ratsbeschluss. Dieser sollte mit dem neuen und tragfähigen Konzept möglich sein.

Moderator der Gesprächsrunde, Udo Ossenbühl, der als Projektmanager über viel Erfahrung im Profisport und in der Veranstaltungsbranche verfügt und dem Siegerland seit Jahrzehnten verbunden ist, appellierte daher an die Runde: „Wir sollten den Blick auf die Chancen richten, die eine solche Institution für Netphen hat.“ Dabei verwies er auf das Gutachten aus dem Jahre 2020, das eigens eingeholt worden war und welches eindeutig zur Durchführung der Sanierung empfehle.

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