Zusätzliche 220.000 Liter für den Brandschutz in Wahlbach

(wS/bu) Burbach Wahlbach 09.09.2022 | Ein imposanter Anblick: An zwei schweren Eisenketten wird das 15,70 Meter lange zylindrische
Objekt von einem Kran in die Lüfte gezogen. Es sieht so aus, als schwebe ein U-Boot neben der Karl Hess
GmbH über das Ende der Lindenstockstraße. Tatsächlich ist der 11,5 Tonnen schwere Koloss ein
Löschwassertank, der dort platziert wird. Langsam senkt sich der im Durchmesser 2,90 Meter breite
Behälter in die rund 4 Meter tief ausgehobene Grube am Straßenrand. Zentimeter für Zentimeter wird er
hinabgelassen, bis er schließlich auf einer 30 Zentimeter dicken Sandschicht aufsetzt und einsinkt, sodass er
nicht zur Seite rollt. Präzisionsarbeit. Doch der 100 Kubikmeter Wasser fassende Tank ist nur der Anfang. In
der Verlängerung ist eine weitere, noch längere Grube ausgehoben worden. Auf einem Auflader in der
Nähe wartet der zweite Tank darauf, „versenkt“ zu werden. Mit 17 Metern Länge und einem
Fassungsvermögen von 120 Kubikmetern Wasser ist er der größere Bruder des bereits platzierten
Behälters.
Gemeinde investiert 120.000 Euro
Mit der Einrichtung dieser zwei Löschwassertanks auf dem Grundstück der Firma Hess, die in den
kommenden Wochen final gesichert, eingegraben und anschließend befüllt werden, vergrößert die
Gemeinde Burbach ihr Löschwasser-Reservoir in Wahlbach um zusätzliche 220.000 Liter – das entspricht
1222 gefüllten Standard-Badewannen (180 Liter). Die Tanks sind gebraucht und wurden von der Firma
Wozniack in Warstein aufgearbeitet. Für den Tiefbau zeichnet Firma Schell verantwortlich aus Fehl-
Ritzhausen. Mit der Metallverarbeitung Roth aus Neunkirchen (Schlosserei) und der Firma Pempeit aus
Siegen (Pflasterarbeiten) wurden auch zwei regionale Unternehmen mit der Maßnahme betraut. Die Firma
Dornseiff sorgte schließlich für die präzise Ausrichtung der Tanks in den Gruben. Insgesamt investiert die
Kommune hier ca. 120.000 Euro in den Brandschutz. Bereits vor sechs Jahren wurden nur wenige hundert
Meter entfernt bei der Firma Topwerk GmbH zwei jeweils 100 Kubikmeter große Löschwasserbehälter
unterirdisch angelegt.
Brandschutzbedarfsplan wird konsequent umgesetzt
Die Maßnahme ergibt sich aus dem Brandschutzbedarfsplan der Gemeinde Burbach, der 2021 unter
fachmännischer Begleitung durch die Kommunal Agentur NRW und in enger Abstimmung mit u.a. der
Feuerwehrleitung in Burbach sowie den einzelnen Löscheinheiten der neun Dörfer bis 2026 fortgeschrieben
wurde.

Wie ein schwebendes U-Boot. Mit einer Länge von 17 Metern und einem Durchmesser von 2,90 Metern fasst dieser Behälter 120.000 Liter Wasser. Foto: Gemeinde Burbach

Hier wird der 11,5 Tonnen schwere Koloss sanft in sein „Bett“ gelegt. Foto: Gemeinde Burbach

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