(wS/bu) Netphen 19.06.2024 | Vertreter aus den Netphener Parteien, Bodo Manche als Vertreter der Stadt, Mitglieder der Naturschutzverbände und interessierte Bürger aus dem Ort waren in Netphen-Beienbach auf Einladung des Siegener BUND für Umwelt und Naturschutz in der alten Schule zusammengekommen. Hier sollte die BUND-Umwelturkunde an drei engagierte Männer aus Netphen vergeben werden, die sich ehrenamtlich für ihr heimatliches Umfeld einsetzen.
„Sie sind auf ganz unterschiedliche Weise dazu gekommen, für die Schönheit und den Erhalt alter schützenswerter Bäume ein Zeichen zu setzen“, so die BUND-Vorsitzende Bärbel Gelling in Ihrer Laudatio.
Michael Kringe bereiste unsere Siegen-Wittgensteiner Gegend, um die markanten Baumriesen aufzusuchen, die seit alters her den Menschen Schutz, Orientierung, Kühlung, Vogelsang, und inneren Frieden schenkten. Nun hat er sich dafür stark gemacht, ihnen etwas zurückzugeben und kämpft für ihren Bestandsschutz. Für die Studierenden der Uni Siegen verfasste er zudem einen Internetblog mit Tips, sich auf die spannende Entdecker-Reise in unsere Wälder einzulassen .
Sein Vater, der Herzhäusener Cartoonist Matthias Kringe hat das Thema ökologische Nachhaltigkeit so sehr verinnerlicht, dass er nicht nur Parier und Bleistift für die drolligen, weisen und tapferen Dilldappen einsetzt, sondern seit vielen Jahren den Boden für ein nachhaltiges Umweltbewußtsein bereitet hat. Wir verdanken ihm z.B. die Zeichnung für die Petiton gegen die Entlassung von 73 Bäumen aus dem Schutz des Kreises.
Janis Brück aus Beienbach setzt sich vor allem für den Schutz der Friedhofslinde ein. Der BUND würdigt besonders seine Beharrlichkeit und sein Engagement für diesen bedeutenden, imposanten, 127 Jahre alten Baum an einem Ort der Ruhe und Besinnung. Er begleitet die Beienbacher seit Generationen und stellt allein durch seinen Platz an diesem vielbesuchten Ort ein lebendiges Denkmal dar.
Der BUND möchte für all diese vorbildlichen Einsätze besonders danken. Sie sind Motivation und Vorbild für Alle, die in ihrem Umfeld auf die Natur einen achtsamen Blick haben und wo es geboten ist bereit sind, sie zu verteidigen.

Mehr als 14 Meter hoch schätzt Matthias Kringe (rechts) die stattliche Friedhofslinde, in Begleitung des Beienbachers Janis Brück (links)