(wS/red) Kreuztal 19.03.2026 | Ein vermeintlich kleiner Kanister im Restmüll hat am Donnerstagmittag in der Fritz-Erler-Siedlung eine Kette folgenschwerer Ereignisse ausgelöst. Weil eine bislang unbekannte Person rund zehn Liter Altöl illegal über die Hausmülltonne entsorgte, mussten Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt zu einem Umwelteinsatz in die Kattowitzer Straße ausrücken.
Ölteppich in der Wohnsiedlung
Der Vorfall ereignete sich während der regulären Müllabfuhr. Als der Hecklader des Entsorgungsfahrzeugs die Tonnen leerte und den Abfall im Inneren presste, hielt der illegal entsorgte Kunststoffkanister dem massiven Druck nicht stand. Das auslaufende Öl ergoss sich aus dem Presswerk direkt auf die Fahrbahn. Da das Fahrzeug seine Route zunächst fortsetzte, zog sich eine Ölspur über die Straße bis hin zu einem Anwohnerparkplatz.
Für die Mitarbeiter des Entsorgungsbetriebs gab es keine Möglichkeit, den Vorfall zu verhindern, da der Kanister im Inneren der Tonnen verborgen war. Altöl muss gesetzlich zwingend über den Handel oder an speziellen Schadstoffannahmestellen abgegeben werden; eine Entsorgung über den Hausmüll ist streng untersagt.
Hoher Sachschaden für die Allgemeinheit
Die Feuerwehr Kreuztal streute die betroffenen Flächen mit Bindemittel ab und stellte Auffangbehälter unter den Lastwagen, um eine weitere Kontamination des Bodens zu verhindern. Die Folgen für das Entsorgungsunternehmen sind erheblich: Die gesamte Ladung des Müllwagens gilt nun als mit Gefahrstoffen verunreinigt. Statt der thermischen Standardverwertung muss der komplette Inhalt nun als Sondermüll in einem aufwendigen und kostspieligen Verfahren behandelt werden.
„Solche Einsätze sind absolut vermeidbar“, hieß es vonseiten der Einsatzkräfte. Die Kosten für den Großeinsatz sowie die spezialisierte Entsorgung trägt letztlich die Allgemeinheit über die Abfallgebühren.
Polizei ermittelt wegen Umweltdelikt
Während der Reinigungsarbeiten kam es zu Behinderungen für die Anwohner; mehrere Fahrzeuge konnten den Bereich zeitweise nicht verlassen. Die Polizei hat vor Ort die Ermittlungen aufgenommen und ein Verfahren wegen des Verdachts einer Umweltstraftat eingeleitet. Zeugen, die Hinweise auf den Verursacher geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.






Fotos: Andreas Trojak / wirSiegen.de
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