(wS/drk) Siegen 24.09.2026 | Die DRK-Kinderklinik Siegen hat die Verhandlungen über einen geplanten Neubau am Standort des Diakonie Klinikums Jung-Stilling vorerst ausgesetzt. Das geht aus einer gemeinsamen Presseinformation der DRK-Kinderklinik Siegen gGmbH sowie der Träger DRK-Landesverband Westfalen-Lippe, DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein, DRK-Frauenverein Siegen und DRK-Schwesternschaft Westfalen hervor.
Im Zusammenhang mit der Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen, die zum 1. Januar 2026 umgesetzt wurde, hatten die DRK-Kinderklinik und das Diakonie Klinikum Jung-Stilling im Jahr 2024 gemeinsam einen Antrag für die Verlagerung und den Neubau der Kinderklinik erarbeitet. Teil des Vorhabens war laut der Pressemitteilung auch ein modernes Perinatalzentrum. Ziel sei eine sogenannte „Wand-an-Wand“-Lösung gewesen, bei der die Frühgeborenen-Intensivstation und der Kreißsaal unter einem Dach vereint werden sollten. Die DRK-Kinderklinik hätte dafür ihren bisherigen Standort am Wellersberg verlassen und in einen eigenen Neubau am Standort des Jung-Stilling gezogen. Das Gesundheitsministerium NRW habe im Jahr 2025 Fördermittel dafür in Aussicht gestellt, heißt es in dem Statement.
Beide Häuser hätten die Absicht erklärt, im Zuge einer Kooperation eng zusammenzuarbeiten. In zahlreichen Gesprächen sei seither intensiv an einer tragfähigen Lösung gearbeitet worden. Die Schwerpunkte hätten auf den baulichen Planungen, einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit sowie der Gestaltung des Kooperationsvertrages gelegen.
Trotz des Entgegenkommens der DRK-Kinderklinik zur Verlagerung hätten jedoch weiterhin große Unterschiede in den Interessenlagen bestanden, so die Pressemitteilung. Da bisher keine vertragliche Grundlage gefunden worden sei, die den Anforderungen aller Beteiligten gerecht werde, habe die DRK-Kinderklinik beschlossen, die Gespräche vorerst ruhen zu lassen und die Situation neu zu bewerten.
Die Idee eines modernen Perinatalzentrums bleibe aus Sicht der DRK-Kinderklinik medizinisch und strategisch sinnvoll. Sollte sich eine gute Lösung abzeichnen, werde man einen konstruktiven Beitrag dazu leisten. Das oberste Ziel bleibe die bestmögliche medizinische Versorgung in der Region.
Die DRK-Kinderklinik Siegen besteht nach eigenen Angaben seit über 100 Jahren und beschäftigt mehr als 1.300 Mitarbeitende. Jährlich werden dort rund 6.900 Patienten stationär und fast 76.000 ambulant behandelt.

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