(wS/bu) Burbach 06.10.2026 | Am Montag, 5. Oktober 2026, fiel an der Dillenburger Straße in Würgendorf der offizielle Startschuss: Die Gemeinde Burbach hat den Spatenstich für den Erweiterungsbau des Feuerwehrgerätehauses vollzogen. Insgesamt 800.000 Euro investiert die Gemeinde in die Infrastruktur des Bevölkerungsschutzes – ein Bauprojekt, das bei der Feuerwehr und den zahlreichen anwesenden Gästen auf große Freude stieß.
Bürgermeister Becker: „Wenig sinnvollere Investitionen“
Bürgermeister Jonas Becker betonte, dass der Erweiterungsbau nicht auf Vorgaben des Brandschutzbedarfsplans basiere, sondern der positiven Entwicklung der Würgendorfer Einheit geschuldet sei. „Es ist schön, dass wir hier eine Maßnahme umsetzen, die uns nicht vom Brandschutzbedarfsplan auferlegt wurde, sondern die der tollen Entwicklung der Würgendorfer Einheit geschuldet ist“, erklärte Becker mit Blick auf die zahlreichen anwesenden Kameraden sowie die jungen Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Insgesamt zählt die Einheit rund 120 Mitglieder. „Es gibt wenig sinnvollere Investitionen als in Sicherheit und ins Ehrenamt – die Feuerwehr vereint beides.“
Entscheidung in Rekordzeit
Thorsten Schneider, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Burbach, hob die außergewöhnliche Geschwindigkeit hervor, mit der das Vorhaben auf den Weg gebracht wurde. „In Rekordzeit: Die Verwaltung hat schnell eine Planung vorgelegt. Ausschüsse und Rat haben diese sofort unterstützt, beschlossen und das Geld bereitgestellt. Das ist nicht selbstverständlich. Und auch das Baugenehmigungsverfahren ging zügig vonstatten.“
Tatsächlich lagen zwischen der Einreichung des Bauantrags am 5. November 2025 und der Baugenehmigung am 3. September 2026 weniger als zehn Monate – keine fünf Wochen später rollten bereits die Bagger an.
Einheitsführer Scholl dankt Politik und Kameraden
Würgendorfs Einheitsführer Benjamin Scholl dankte bei der Veranstaltung der Politik – insbesondere dem anwesenden Alt-Bürgermeister Christoph Ewers, in dessen Amtszeit die entscheidenden Beschlüsse noch gefasst worden waren. „Das ist ein schöner Tag für die Feuerwehr, nicht nur für uns in Würgendorf. Natürlich ist das eine kommunale Pflichtaufgabe, aber man spürt, dass hier in Burbach viel Herzblut mit dabei ist“, so Scholl.
An seine Kameraden richtete er klare Worte: „Man kann als Wehrleitung und Einheitsführung nur etwas fordern, wenn eine entsprechende Mannschaft hinter einem steht. Ihr steht hinter uns.“ Und abschließend: „Wir gehen hier den komplett richtigen Weg und investieren hier für die Zukunft.“
Was entsteht am Gerätehaus?
Der Erweiterungsbau umfasst einen zweigeschossigen Sozialtrakt mit einer Nutzfläche von rund 280 Quadratmetern sowie eine eingeschossige Garage mit 70 Quadratmetern. Das Bauvolumen beträgt 1.130 Kubikmeter umbauten Raum.
Die Garage erhält ein Gründach und eine Photovoltaikanlage. Die vorhandene Heizung des Bestandsgebäudes kann den künftigen Energiebedarf der Erweiterung mit abdecken. Im Erdgeschoss des neuen Anbaus entstehen getrennte Frauen- und Herrenumkleiden. Außerdem wird der gesamte Atemschutzpool der Gemeinde dort untergebracht – getrennt in einen Schwarz- und einen Weißbereich. Im Obergeschoss entsteht ein moderner Schulungsraum.
Auch die Kinder- und Jugendfeuerwehr profitiert direkt: Sie erhalten einen nach Mädchen und Jungen getrennten Umkleidebereich sowie dauerhaften Zugang zum bisherigen Schulungsraum des Bestandsgebäudes.
Kameraden legen selbst Hand an
Zahlreiche lokale und regionale Handwerker und Bauunternehmen werden in den kommenden Monaten an der Dillenburger Straße tätig sein. Dazu bringen die Kameraden der Wehr auch eigene Arbeitsleistungen ein: Sie übernehmen unter anderem die Entfernung des vorhandenen Spritzschutzes zum späteren Wiedereinbau sowie Malerarbeiten.
Bürgermeister Becker unterstrich die Bedeutung des Projekts auch für die Nachwuchsarbeit: „Der Anbau ist buchstäblich ein weiterer Baustein, die Leistungsstärke unserer Freiwilligen Feuerwehr in Burbach langfristig zu sichern.“ Und: „Denn die heutigen Kinder und Jugendlichen sind diejenigen, auf die wir uns in einigen Jahren im Notfall verlassen müssen – und auf die wir uns dann auch verlassen können!“
Im Anschluss an den Spatenstich lud der Förderverein der Würgendorfer Feuerwehreinheit die Gäste auf Wurst im Brötchen, Kaltgetränke und gute Gespräche ein.

Viele (junge) Kameraden der Feuerwehreinheit Würgendorf verfolgten den offiziellen Spatenstich zum Erweiterungsbau des Feuerwehrgerätehauses an der Dillenburger Straße.

Freuten sich über einen Entscheidungsprozess in „Rekordzeit“: Einheitsführer und Mitglied der Wehrführung Benjamin Scholl, Bürgermeister Jonas Becker, Thorsten Schneider, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Burbach, und Mitglied der Wehrführung Tobias Schmitt. (Fotos: Gemeinde Burbach)
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