(wS/bu) Kirchhundem-Silberg 07.10.2026 | Luchse tauchen immer wieder vereinzelt im Kreis Olpe und in Siegen-Wittgenstein auf – und das wirft Fragen auf: Woher kommen die Tiere, wohin ziehen sie weiter, und was bedeutet ihre Rückkehr für Jäger und Waldbesitzer? Antworten soll ein öffentlicher Informationsabend des BUND Landesverband NRW und der Kreisjägerschaft „Kurköln“ Olpe geben. Veranstaltungsort ist das Kulturgut Schrabben Hof, Silberger Str. 32, in Kirchhundem-Silberg. Beginn ist am Montag, 12. Oktober 2026, um 18 Uhr.
Die größte heimische Katzenart galt in Deutschland rund 300 Jahre lang als ausgestorben. Inzwischen mehren sich die Nachweise einzelner Tiere auch in der hiesigen Region. Referentin des Abends ist Dr. Christine Thiel-Bender – Biologin, Artenschutzreferentin des BUND NRW und ausgewiesene Expertin für den Eurasischen Luchs. Sie begleitet seit vielen Jahren Luchsprojekte in Deutschland und Europa und ist Mitglied internationaler Fachnetzwerke. An diesem Abend stellt sie aktuelle Erkenntnisse zur Ausbreitung des Luchses in Nordrhein-Westfalen vor und bringt dabei sowohl wissenschaftliche Fakten als auch Erfahrungen aus Bundesländern ein, in denen Luchse bereits seit Jahren wieder heimisch sind.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Themen Monitoring, Waldnutzung und Jagd. Beleuchtet werden soll, welche konkreten Auswirkungen die Rückkehr des Luchses auf die Nutzung des Waldes und die jagdliche Praxis hat. Ziel des Abends ist es, Chancen und Herausforderungen gleichermaßen aufzuzeigen und den Dialog zwischen Naturschutz, Forstwirtschaft, Waldnutzung, Jägerschaft und interessierten Bürgern zu fördern. Raum für Fragen ist ausdrücklich eingeplant.
Achtung: Anmeldeschluss ist bereits morgen. Interessierte werden gebeten, sich bis Donnerstag, 8. Oktober 2026, per E-Mail unter luchs@bund-nrw.de anzumelden. Rückfragen sind unter derselben Adresse möglich.

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