Feuerwehr-Großeinsatz in Kreuztal: Reihenhaus brennt in Buschhütten – zwei Drehleitern und Fognails im Einsatz

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(wS/red) Kreuztal 12.10.2026 | Großeinsatz der Feuerwehr in Kreuztal-Buschhütten: In der Liesewaldstraße ist am Montagnachmittag, 12. Oktober 2026, ein Reihenhaus in Brand geraten. Der Dachstuhl und ein Wintergarten standen beim Eintreffen der Einsatzkräfte in Flammen. Knapp 90 Feuerwehrleute waren im Einsatz – verletzt wurde nach aktuellem Stand niemand.

Alarmiert wurde die Feuerwehr Kreuztal um 15:45 Uhr. Die Meldung ging zunächst als sogenannter Sofortalarm ein, kurz darauf folgte das Einsatzstichwort „Feuer 4 – Zimmerbrand”. Der Rauch war bereits von Weitem zu sehen.

Beim Eintreffen der Kräfte an der Liesewaldstraße brannte im rückwärtigen Bereich des Dachstuhls ein Wintergarten in voller Ausdehnung. Das Feuer hatte in Teilen bereits auf das innenliegende Dach übergegriffen.

Durch einen massiven Kräfteeinsatz und den Einsatz von zwei Drehleitern gelang es, das Feuer auf eine Gebäudehälfte des Reihenhauses zu begrenzen. Der Schaden in dieser Hälfte ist immens, die zweite Gebäudehälfte blieb unversehrt. Die Feuerwehr ging sowohl im Innen- als auch im Außenangriff gegen die Flammen vor. Der Einsatzort wurde großräumig abgesperrt.

Vor Ort waren fast alle Einheiten der Stadtfeuerwehr Kreuztal sowie die Drehleiter aus Geisweid – insgesamt knapp 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr. Hinzu kamen starke Kräfte von Polizei und Rettungsdienst. Auch der Siegener Kreisbrandmeister Thomas Tremmel war am Einsatzort.

Alle Personen hatten das Gebäude bereits vor dem Eintreffen der Rettungskräfte verlassen. Eine Person wurde vom Rettungsdienst kurz auf den Verdacht einer Rauchgasvergiftung untersucht – dieser Verdacht bestätigte sich jedoch nicht. Nach aktuellem Stand gab es keine Verletzten, niemand musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Zur Brandbekämpfung setzte die Feuerwehr unter anderem sogenannte Fognails ein. Wie Einsatzleiter Jan Kleine, Chef der Feuerwehr Kreuztal, erläuterte, handelt es sich dabei um Löschlanzen, die von außen durch die Dachhaut geschlagen werden, ohne das Dach zu öffnen. Der Vorteil: Es gelangt kein zusätzlicher Sauerstoff an den Brandherd. Die Lanzen erzeugen einen feinen Wassernebel, mit dem der Dachstuhl gerettet werden konnte.

Zwischenzeitlich sah die Lage kritisch aus, so Jan Kleine. Der Rauch wurde immer stärker, sodass die Einsatzkräfte überlegen mussten, ob das Dach geöffnet werden muss – zeitweise stand die Einschätzung im Raum, „als ob wir das nicht gehalten kriegen”. Das Öffnen des Daches konnte schließlich verhindert werden.

Auch den Begriff „Sofortalarm” erklärte der Einsatzleiter: Von einem Sofortalarm spricht man, wenn der Disponent bereits während der Notrufabfrage davon ausgeht, dass die Lage sehr kritisch ist – oft auch unter der anfänglichen Annahme, dass sich möglicherweise noch Personen im Gebäude befinden.

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