(wS/bdv) Siegen 30.10.2026 | Der BdV-Kreisverband Siegen lädt am Samstag, 14. November 2026, um 13:00 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung unter dem Titel „80 Jahre Eröffnung – 75 Jahre Schließung des Vertriebenenlagers Wellersberg“ in den Atriums-Saal der Siegerlandhalle ein.

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Was: Gedenkveranstaltung „80 Jahre Eröffnung – 75 Jahre Schließung des Vertriebenenlagers Wellersberg“
Wann: Samstag, 14. November 2026, 13:00 Uhr
Wo: Atriums-Saal der Siegerlandhalle, Siegen
Schirmherr: Landrat Andreas Müller
Ehrengast: Heiko Hendriks (Landesbeauftragter NRW für Heimatvertriebene, Aussiedler und Spätaussiedler)
Hauptredner: Dr. Matthias Kirchbach
Musik: MGV 1848 Salchendorf e.V.
Veranstalter: BdV-Kreisverband Siegen
Eintritt: frei
Die Schirmherrschaft hat Landrat Andreas Müller übernommen. Als Ehrengast wird der Beauftragte der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für die Belange von Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, Heiko Hendriks, an der Gedenkfeier teilnehmen. Die Veranstaltung wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW. Partner sind das Haus des Deutschen Ostens und der Kreis Siegen-Wittgenstein.
Als Hauptredner führt Dr. Matthias Kirchbach in das Thema ein. Er hat sich im Rahmen seiner Doktorarbeit intensiv mit dem Schicksal und der Integration der Heimatvertriebenen im Siegerland auseinandergesetzt. Sein Vortrag widmet sich der Zuwanderung ins Siegerland ab 1945. Den musikalischen Rahmen gestaltet der Traditionschor MGV 1848 Salchendorf e.V. unter der Leitung von Michael Bertelmann.
Begleitet wird die Gedenkveranstaltung von der Wanderausstellung „Mitgenommen“ des Hauses des Deutschen Ostens, die persönliche Erinnerungsstücke von Vertriebenen in den Mittelpunkt rückt.
Das Lager Wellersberg auf dem Gelände der ehemaligen „Herzog-Ferdinand-Kaserne“ – im Volksmund „Wellersberg-Kaserne“ genannt – blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. 1945 befand sich dort zunächst ein Lager für deutsche Soldaten, die aus sowjetischer Gefangenschaft entlassen worden waren. Ende desselben Jahres wurde die Anlage zum Flüchtlingslager umgebaut und Anfang 1946 eröffnet. Mit rund 1.500 Plätzen diente das Lager als Hauptdurchgangslager Siegen zur Aufnahme, Registrierung und Weiterleitung von Heimkehrern, evakuierten Siegener Familien, Vertriebenen aus Schlesien und – verstärkt ab 1947 – Flüchtlingen aus der sowjetisch besetzten Zone. Bis zur Schließung am 31. Oktober 1951 fanden dort mehr als 300.000 Menschen Aufnahme. Anschließend übernahm das Lager Unna-Massen diese Funktion.
Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen, an dem Nachmittag teilzunehmen und einen wichtigen Abschnitt der regionalen Nachkriegsgeschichte zu würdigen.
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