Reise ohne Rückkehr – Vortrag zur Deportation der Siegener Juden nach Zamość

wS/si  –  Siegener forum  –  20.04.2012  –  Fast auf den Tag genau jährt sich am 26. April 2012 zum siebzigsten Mal die Deportation jüdischer Mitbürger in das Ghetto der polnischen Stadt Zamość. Unter dem Titel „Reise ohne Rückkehr“ widmet sich daher Klaus Dietermann diesem Anlass im Rahmen eines zusätzlichen Vortrags des „Siegener Forums“ im KrönchenCenter .

Im Oktober 1941 begannen die Deportationen von Juden und „Zigeunern“ in die Arbeits- und Vernichtungslager in Osteuropa. Aus den damaligen Kreisen Siegen und Wittgenstein erfolgten die ersten „Evakuierungsmaßnahmen“ vor 70 Jahren. Am 28. April 1942 mussten sich 44 Siegerländer und 66 Wittgensteiner Juden in einer Turnhalle in Dortmund einfinden. Drei Tage später verließ ein Deportationszug mit 791 jüdischen Männern, Frauen und Kindern aus dem Regierungsbezirk Arnsberg Dortmund. Ziel des Zuges war das Ghetto von Zamość in Südpolen. Keine dieser Personen überlebte. Zwei weitere Deportationszüge aus unserer Region sollten wenige Monate später folgen.

Klaus Dietermann recherchiert seit vier Jahrzehnten die Geschichte der jüdischen Bevölkerungsminorität vor Ort und ist Autor einer Reihe von Publikationen über deren Schicksal im Nationalsozialismus.

Die Vortragsreihe „Siegener Forum“ ist eine Kooperation von Volkshochschule und Stadtarchiv Siegen, Geschichtswerkstatt Siegen e.V. und Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V. und stellt im monatlichen Wechsel neuere Forschungen aus dem Spektrum der regionalen Geschichte vor, ist aber auch offen für aktuelle allgemeinhistorische Beiträge.

Der Vortrag findet statt am Donnerstag, 26. April 2012, um 19.30 Uhr im Vortragsraum des KrönchenCenters, Markt 25, Siegen. Der Eintrittspreis beträgt 3,00 €.

Bildunterschrift: Inge Frank (re) aus Weidenau (19) und ihr Cousin Artur Neumann (18) gehörten zu den Deportierten. Foto: Privatarchiv Dietermann.

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