In Oechelhausen flogen beim Rabenfest die Knüppel hoch

wS/oS  –  Oechelhausen-Ruckersfeld  –  30.07.2012  –  Schon zur Tradition geworden ist das alljährlich stattfindende Rabenfest das die Dorfgemeinschaft der beiden Ortschaften Oechelhausen und Ruckersfeld jeweils am letzten Juliwochenende durchführen.

Angefangen hat alles mit einem Fußballspiel und dem anschließenden Rabenwerfen wobei mit bis zu 60 Zentimeter langen Holzknüppeln auf einen hölzernen Raben, der auf einer Stange in 6 Metern Höhe hängt geworfen wird. Schon vor dem zweiten Weltkrieg hatten die Sangesbrüder des MGV Frohsinn Oechelhausen-Ruckersfeld einmal im Jahr ein Vogelschießen wie sie bei den Schützenvereinen stattfinden, durchgeführt.

Doch vom Krieg genug gebeutelt hatten sie vom Schießen die Nase voll, und 1948 fand das erste Rabenwerfen mit Knüppeln auf den hölzernen Raben statt.  Später übernahm die örtliche Feuerwehr in neuer Regie das Fest was zu einem tollen Erfolg wurde. Hinzugenommen wurde auch ein Fußballspiel, und diesmal sollte eine gemischte Mannschaft der beiden Ortsteile gegen die Alten Herren Eschenbach stattfinden, doch mangels Masse an Spieler bei den Eschenbachern mussten diese absagen.

So wurde kurzerhand eine Gemischte Mannschaft aus Oechelhausen und Ruckersfeld zusammengestellt. Die einen waren die „Strüchebolzer“ und die anderen die „Krombacher Alkoholfrei“. Und das die Spiele in die Jahre gekommen sind, zeigte sich in den 2 Mal 35 Minuten Fußballspiel, das sie den 65-jährigen Dietrich Rudolph  ins Tor gestellt hatten,  und weil Fußballspieler immer auf „Ältere Herren“ hören sollen, pfiff der 69-jährige Horst jüngst als Schiedsrichter auf dem alten Sportplatz. Und wie sollte es auch sein, die „Strüchebolzer“ konnten das Fußballspiel mit 8:7 Toren gewinnen.

Nach dem anschließendem Rabenwerfen werden einige der Teilnehmer Oberarme wie andere Oberschenkel gehabt haben. Der Schwarze Rabe saß erst einmal auf einer 6 Meter hohen Holzstange, und dann hieß es „Gut Wurf“. Nach einigen Durchgängen wurde die Stange dann gekürzt bis nach 1053 Wurf und 211 Treffer durch Uwe Braukmann als Rabenkönig feststand. Er wählte seine Frau Heike, die aus Oechelhausen stammt, zur Rabenkönigin. Insgesamt nahmen am Rabenwerfen 33 Erwachsene teil. 19 Teilnehmer nahmen am Jugendrabenwerfen teil, und nach 600 Würfen in der 11. Runde  wurde Marvin Braukmann Jugendrabenkönig.

Bildunterschrift:

Der 14-jährige Marvin Braukmann aus Grund wurde Jugendrabenkönig.

Bildunterschrift:

Mit bis zu 60 Zentimeter langen Holzknüppel wurde auf den Schwarzen Raben geworfen.

Bilder: wirSiegen.de

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