Daten aus der Tiefe

wS/si  –  Universität Siegen  –  22.08.2012  —  Regenerative Energien stehen im zentralen Interesse unserer Gesellschaft. Hinter den Energiequellen Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie sowie Erdwärme steckt Technik, die auch im Zentrum für Sensorsysteme (ZESS) der Universität Siegen weiterentwickelt wird  —  In Kooperation mit der Firma STDSJantz aus Attendorn arbeitet z.Zt. eine junge Forschergruppe unter der Leitung von Dr.-Ing. Klaus Hartmann an Sensoren, die während Erdbohrungen – etwa für Erdwärme – die Kommunikation vom Sensor in der Tiefe bis zur Datenverarbeitung an der Oberfläche ermöglichen. Bislang war das bei gleichzeitigem Betrieb nicht möglich.

Das System befindet sich derzeit in der Erprobungsphase. Hierzu wurde ein Gelände gesucht, wo die Funkmodule in verschiedenen Bodenbeschaffenheiten getestet werden konnten. Der Baustoffhändler Rudolf Klein aus Wilnsdorf-Anzhausen stellte auf Anfrage sein Betriebsgelände für die Tests zur Verfügung. Er ermöglichte den Zugang zu Sand, Splitt und Erdreich und stellte auch einen Mitarbeiter mit Radlader zur Verfügung. Dank der Unterstützung des Betriebs Klein und mit Hilfe eines Versuchsrohres konnte die Empfangsqualität der darauf angeordneten Funkmodule in unterschiedlichen Materialien getestet werden. Dazu wurde das Rohr jeweils einen Meter tief eingegraben und die empfangenen Signale aufgezeichnet.

Die ermutigenden Erkenntnisse führen dazu, dass bald ein originales Bohrgestänge mit den Sensoren ausgerüstet wird, die im laufenden Betrieb echte Daten aus dem Untergrund an die Oberfläche funken.

Bilder: Universität Siegen

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