Internationale Ärzte lernen im Jung-Stilling

wS/si  –  Jung-Stilling  –  17.09.2012  –  In den OP-Sälen des Ev. Jung-Stilling-Krankenhauses Siegen lehrt Chefarzt Professor Dr. Dr. Dr. Berthold Hell eine Operationsmethode, die weltweit nur wenige Ärzte beherrschen. Während eines dreitägigen Seminars erfuhren Ärzte aus der Türkei, Polen und Deutschland, wie besonders schwerwiegende Fehlstellungen im Gesicht operiert werden können. In einer achtstündigen Operation verlagerte Hell ganze Gesichtspartien, indem er den Unter- und Oberkiefer sowie die Nase in die richtige Position rückte. „Oberkiefer und Nase der Patientin lagen sehr weit hinten, der Unterkiefer hingegen zu weit vorne“, erklärt der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg. „Dadurch konnte sie kaum beißen und kauen.“ Zwar gebe es auch einfachere Operationsverfahren, aber nur mit der angewandten Methode lasse sich auch optisch ein gutes Ergebnis erzielen.

Veranstaltet wurde der Kurs von Medicon. Die Genossenschaft beliefert weltweit Kliniken mit medizinischem Spezialzubehör. Außerdem organisiert der Konzern verschiedene Demonstrations-Operationen in Europa und Südamerika. Das besondere daran: Hell ist der einzige Kursleiter, der die komplexen Operationsverfahren zur Gesichtsverlagerung beherrscht.

An den Kursen nehmen maximal fünf ausgewählte Chirurgen teil. „Dadurch können wir den Teilnehmern einen qualitativ besonders hochwertigen Lehrgang bieten“, sagt Hell. „Während der Operation können sie jeden Schritt aus nächster Nähe beobachten und sofort Fragen stellen.“

Um an den Kursen teilzunehmen, kommen immer wieder Ärzte aus aller Welt in das Siegener Krankenhaus – beispielsweise aus Thailand, China, Kolumbien und Japan. Auch Ärzte aus deutschen Universitätskliniken, unter anderem der Charité in Berlin, haben bereits von Hell gelernt.

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