Polizei warnt vor betrügerischen Schockanrufen

wS/ots  –  Bad Berleburg  –  26.02.2013  –  Seit einiger Zeit häufen sich in NRW „Schock-Anrufe“ skrupelloser Betrüger bei russischsprachigen, vor allem älteren Mitbürgern, um sie um ihre Ersparnisse zu bringen. Allein in NRW sind im letzten Jahr schon mehr als 100 Opfer um insgesamt rund 400 000 Euro betrogen worden. Die Betrüger geben sich am Telefon in russischer Sprache etwa als Polizist, Staatsanwalt oder Rechtsanwalt aus und schildern eine vermeintliche Notlage. Sie behaupten zum Beispiel, ein naher Verwandter des Angerufenen hätte einen Unfall verursacht und ein Kind schwer verletzt. Um zu verhindern, dass der Angehörige angezeigt und inhaftiert wird, müsse sofort eine vier- bis fünfstellige Summe gezahlt werden. Um noch glaubhafter zu wirken, spielt ein weiterer Täter am Telefon den in Tränen aufgelösten angeblich unfallbeteiligten Angehörigen und bittet eindringlich flehend um die Zahlung des verlangten Betrags. Das völlig überrumpelte, unter Schock geratene Opfer sichert schließlich die Zahlung zu und händigt das Geld einem ihm unbekannten Abholer aus. Erst wenn die Geschädigten den ersten Schock überwunden und den vermeintlich betroffenen Angehörigen erreicht haben, stellen sie fest, dass sie Opfer einer ganz üblen Betrugsmasche geworden sind.

Am 25.02.2013 (Montag) erhielt auch eine 60-jährige russischstämmige Bad Berleburgerin einen solchen Schockanruf in russischer Sprache, bei dem sie 25000 Euro Bargeld zahlen sollte. Ihr Sohn – so der hinterhältige, heimtückische Anrufer – hätte angeblich einen Verkehrunfall mit schwerem Personenschaden verursacht. Das dabei verletzte Mädchen müsse nun dringend einer Notoperation unterzogen werden. Da die 60-Jährige jedoch hartnäckig blieb, legten die Täter schließlich und gingen Gottlob in diesem Fall leer aus.

Die Polizei rät daher:

–       Gehen Sie nicht auf solche Forderungen ein!
–       Übergeben Sie niemals Geld an Personen, die Sie nicht kennen!
–       Legen Sie einfach auf und rufen Sie die Ihnen bekannte Telefonnummer des Verwandten an!
–       Verständigen Sie sofort über den Notruf „110“ die Polizei!
–       Bitte warnen Sie auch andere Mitbürger vor diesen Betrügern!

Weitere Informationen auch in russischer Sprache erhalten Sie bei der Polizeilichen Beratungsstelle Ihrer örtlichen Polizeibehörde und unter http://www.polizei-nrw.de/artikel__132.html

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