In Kreuztal unter dem Kreuz der Kreuzkirche

wS/kr – Kreuztal – „In der Kreuztaler Kreuzkirche treffen sich seit nunmehr über 50 Jahren Menschen, deren Wege sich in ihrer Stadt kreuzen. In dieser Stadt kreuzen sich auch die Täler, daher der Name. Und hier – das macht die Kirche aus – kreuzen sich gar die Wege der Menschen mit den Wegen Gottes“, heißt es in einer Presseinformation anlässlich des 50-jährigen Jubiläums.

Am Sonntag, 14. Juli 2013 ab 10.30 Uhr, findet zu diesem Anlass ein Festgottesdienst und Gemeindefest rund um die Kirche mit dem CVJM-Posaunenchor und dem Chor der Kreuzkirche statt. Nachmittags ab 14 Uhr wird die Festschrift „Wo Wege sich kreuzen“ und die Chronik für die Stadtmitte vorgestellt.

Die Anfänge der Kreuztaler Kirchengemeinde liegen im alten Kirchspiel Ferndorf, um 1250 wurde hier erstmals eine Kirche erwähnt. Bei stetig anwachsender Bevölkerungszahlen errichtete Ferndorf 1930 mit Pastor August Wehmeier eine zweite Pfarrstelle zur Betreuung ein. Nachfolger wurde 1946 der „Schalker Jung“ Gustav Laaser, der in seinem Bezirk von Kreuztal bis Osthelden Meilensteine setzen sollte.

Die Kreuzkirche in Kreuztal.

Die Kreuzkirche in Kreuztal feiert ihr 50-jähriges Bestehen.

Die Erbengemeinschaft Dresler schenkte dem Prediger und Seelsorger einen Teil des großen Parks zum Bau eines Gemeindejugendhauses, das für eine lebendige Jugend- und Gemeindearbeit viele gute Voraussetzungen mitbrachte und 1952 eingeweiht wurde. Hier konnte sich Gemeinde entfalten. Unermüdlich warb Gustav Laaser um Geldspenden von Gemeindegliedern und Sponsoren, setzte eine großzügige Bauweise mit einem 34 Meter hohen Glockenturm gegen manche Widerstände durch.

Am 22. September 1963 war es soweit: Die Einweihung der Kreuzkirche, die aber erst kurz danach ihren Namen erhielt, war ein großer Festtag für die Kreuztaler. Der Bau der Kreuzkirche war nicht Laasers einziges Kirchengebäude. In seiner Amtszeit bis 1972 wurden auch die Friedenskirche in Fellinghausen, die umgebaute Kapelle in Osthelden und auch das Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Dienst gestellt.

Laasers Nachfolger als Kreuztaler Gemeindepfarrer stellen sich in der Festschrift selbst vor: Winfried Schmidt (1969 – 1979).Theo Jobelius (1980 – 1998), Ursula Groß (1986 – 2008), Martin Eerenstein (1986 – 1987), Ernst-Otto Menn (1999 – 2007) und seit 2008 Karsten Kinkelbur. In diesen Jahren ist vieles geschehen nach innen und nach außen, bis auf den heutigen Tag. Genannt seien der monatliche Abendgottesdienst mit alternativer Ablaufstruktur, die jährliche Kinderbibelwoche, die Jugendkirche „CrosPoint“, vor allem auch die Arbeit der Stiftung Diakoniestation Kreuztal sowie der Kreuztaler Mittagstisch und vieles mehr.

Einen nicht geringen Raum räumt die Festschrift und Chronik für die Stadtmitte dem Umfeld ein. Viele Kreuztaler Motive aus den letzten Jahrzehnten bis in die Gegenwart werden teilweise in Großformat aufgezeigt und dem Betrachter in Erinnerung gerufen. Ob es sich um die frühere Ziegelei an der Bismarckstraße handelt, um den Kronprinz-Friedrich-Wilhelm-Erbstollen am Busbahnhof, um die alte Kreuzung mit dem früheren Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs, um ein großseitiges Luftbild aus dem Jahr 1956 in schwarz-weiß oder um ein vergleichbares in bunt aus 1992 – die Betrachter werden sich erinnern.

Björn Hadem hat viele Kreuztaler Eindrücke aus dem Stadtmitte aus dem Korb der Drehleiter der Feuerwehr fotografiert und in dieser Festschrift erstmals veröffentlicht. Die Festschrift erscheint als Band 3 der Schriftenreihe „Kreuztaler Rückblicke“, herausgegeben vom Stadtarchiv. Ein Novum stellt ein tabellarischer Überblick über die kirchliche, aber auch über das kommunale und gestalterische Geschehen der letzten Jahrzehnte in der Kreuztaler Stadtmitte vor.

Erstmals kann nachgelesen werden, wann der erste Wochenmarkt stattfand, wann das Stadion fertig wurde, wer 1946 dem Ort Kreuztal als Bürgermeister vorstand, wann der Kofferturm am Kulturbahnhof vorgestellt wurde etc. Die Broschüre ist für eine Schutzgebühr von vier Euro in allen Gruppen der Kreuzkirche, im Gemeindebüro, im Bürgeramt, in der Stadtbibliothek, in der Christlichen Bücherstube und in der Buchhandlung Mankel-Muth zu erwerben.

.
Anzeige – Bitte beachten Sie auch die Angebote unserer Werbepartner
[adrotate group="3"] .