„Apollo“: Neue Spielzeit mit Höhepunkten

wS/rile – Siegen – „Es ist immer wieder ein emotionaler Moment, einmal im Jahr vor Beginn der Spielzeit das Programmbuch frisch aus der Druckpresse zu holen, es aufzuschlagen, „die Nase reinzustecken“ und die Druckfarbe zu riechen.“ Die Worte des Vorsitzenden des Förderereins Apollotheater, Walter Schwerdtfeger, klingen stolz, nicht überheblich, eher erleichtert, das noch brandheiße Spielzeitbuch für die Theatersaison 2013/2014 endlich in Händen zu halten. Ein hartes Stück Arbeit für die Beteiligten, aber nun liegt der Lohn sozusagen „auf bzw. in der Hand“.

Das 144 Seiten starke Werk ist nicht nur prächtig gelungen, es ist wohl das beste Exemplar aller bisherigen Ausgaben geworden. Nicht nur sein Outfit ist hervorragend, auch der Inhalt zeigt Klasse und kann sich mit Recht zu den Spitzenreitern der zahlreichen Spielzeitprogrammen in Deutschland rechnen, denn die im September beginnende Spielzeit mit 2 Festivals wird –so versprechen es die Macher des Apollo-Theaters – „alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen.“
„20 000 Exemplare werden verteilt“, so erklärte Walter Schwerdtfeger, „und man kann davon ausgehen, dass bei der Langzeitwirkung über 100 000 Leser das Buch im Verlauf der Saison in die Hand nehmen werden.“

Intendant Magnus Reitschuster (links) Babette Bammann (Beigeordnete der Stadt Siegen) und Walter Schwerdtfeger Vorsitzender des Fördervereins des Apollo-Theaters, stellten heute  das "Goldene Programm" der Spielzeit 2013/2014 vor. Foto: Rita Lehmann

Intendant Magnus Reitschuster (links) Babette Bammann (Beigeordnete der Stadt Siegen) und
Walter Schwerdtfeger Vorsitzender des Fördervereins des Apollo-Theaters, stellten heute das „Goldene Programm“ der Spielzeit 2013/2014 vor. Foto: Rita Lehmann

Mehr als 155 Veranstaltungen stehen im Plan der Spielzeit 2013/2014. Im Einzelnen sind es 35 Kindertheater, 26 Sinfonie- und Kammerkonzerte, 59 Schauspiel- und Musiktheater sowie Apollo Vokal, 77 mal wird es heißen „Apollo begrüßt“, daneben gib es Einführungen der Philharmonie, Lesungen und Apollo Gäste.

Die Augen des Intendanten Magnus Reitschuster leuchteten, als er den Vertretern der Presse einige Highlights vorstellte und damit auch den Theaterfreunden in Siegen und der weiteren Umgebung einen Vorgeschmack auf die kommende Saison gab. Zu den Top-Vorstellungen gehören u.a. die Aufführung des zeitgenössischen Stücks „Das Himbeerreich“ des Deutschen Theaters Berlin mit Ulrich Matthes in der Hauptrolle, das vom entfesselten Investmentbanking und ausgebooteten Bankern alter Schule erzählt. Ein Szenenfoto dieses Stückes ziert das Cover des aktuellen Spielzeitbuches . „Nicht mit lauter Reklame“, wie Magnus Reitschuster erklärte, „sondern mit leise einladender, inhaltlich und dramaturgisch begründeter Ästhetik.“

Ein, im wahrsten Sinne des Wortes, „Hingucker“, wird sicherlich auch die Umsetzung des Bestsellers „Der 100Jährige,der aus dem Fenster stieg und verschwand“, auf die man besonders gespannt sein darf. Klassisches Theater findet sich auch in der Aufführung des „Liliom“ im Rahmen der 3. Siegener Biennale mit dem Ensemble des Schauspielhauses Bochum wieder mit dem das Apollo-Theater schon eine langjährige Zusammenarbeit pflegt. Aus demselben Schauspielhaus kommt dann unter anderem auch „Das Mädchen aus der Streicholzfabrik“, ein Stück für Jugendliche in der Inszenierung des mittlerweile bekannten Regisseurs David Bösch.

Auch wieder musikalische Höhepunkte im Programm
Die Freunde der Musik werden in der kommenden Saison sicherlich auch wieder auf ihre Kosten kommen. Konzerte sind eine wesentliche Säule der Apollo-Kultur. Und zur Tradition dieses Theaters gehören natürlich und in erster Linie Konzerte der Philharmonie Südwestfalen unter dem Dirigat von Chefdirigent Charles Olivieri-Munroe.

Das Theater für Jugendliche bekommt einen großen Impuls durch das erstmals stattfindende „AbiTour-Festival, eine theatrale Reise zu den im Zentralabitur der Schulen vorgeschriebenen großen klassischen Werken der Literatur. Dieses Festival und die 3. Siegener Biennale 2014 werden in dem Spitzenprogramm wohl die Höhepunkte bilden.
Walter Schwerdtfeger brachte es schließlich auf den Punkt: „Ohne die vielen Sponsoren wäre das alles in dem Maße nicht möglich. Wir freuen uns darüber, dass immer mehr Wirtschaftsunternehmen und auch Privatleute bereit sind, das Apollotheater finanziell zu unterstützen.

Bericht: Rita Lehmann

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