"wirSiegen" geht über die Dörfer

wS/rile -Kreuztal- Wir wollen Sie besser kennenlernen! Und Sie wollen vielleicht auch uns kennenlernen? Seit mehr als drei Jahren berichten wir auf unserem Portal über Ereignisse im Siegerland und in Wittgenstein. In der nächsten Zeit werden Sie Gelegenheit haben, uns Ihre Anregungen zu geben, Wünsche zu äußern, Kritiken anzubringen, Ihre Geschichte erzählen und überhaupt uns alles mitzuteilen, was Sie auf dem Herzen haben.

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Denn: „wirSiegen“ geht über die Dörfer! Unser kleiner gelb-schwarzer Smart wird ab sofort jede Woche in einem anderen Ort (oder Ortsteil) stehen. Für zwei Stunden werden wir Ihnen Gelegenheit geben, „Luft abzulassen“! Das heißt, Sie können mit uns sprechen und unser Team wird „ganz Ohr“ sein für alles, was Sie „schon immer ‚mal loswerden wollten“! Also, besuchen Sie uns an unserem „Smart“! Wir werden zwischen 14 und 16 Uhr jeweils vor Ort sein. An welchem Tag wir in welchem Ort oder Ortsteil Station machen, werden wir zwei Tage vorher auf „wirSiegen“ ankündigen. Also: es lohnt sich immer, unser Portal aufmerksam zu lesen! Und wie es sich für einen Besuch gehört, wird unser Team drei kleine „Souvenirs“ von „wirSiegen“ an Bord haben und an diejenigen verteilen, die eine besonders pfiffige Idee oder eine tolle Anregung haben, eine nette Geschichte erzählen können oder eine Menge über den Ort wissen.



Unsere Reise „über die Dörfer“ im Siegerland und in Wittgenstein startete in Christianseck. Die kleine beschauliche Ortschaft mit zur Zeit 97 Einwohnern gehört zu den kleinsten Ortsteilen von Bad Berleburg.

25 Häuser stehen auf einem Bereich von 9 Quadratkilometern verteilt in einer Bilderbuchlandschaft, die mit ihrer Schönheit nicht nur mit deutschen Gebieten konkurrieren kann, sondern auch viele Länder als Urlaubsgebiet ausstechen könnte. Eine perfekte, atemberaubende Idylle bietet sich dem Auge des Betrachters der vom 639 Meter hohen Aussichtspunkt seinen Blick schweifen lässt und bei klarem Sonnenschein bis weit nach Hessen hineinsehen kann. Hier in Christianseck, dem Ort den nicht jeder Siegerländer kennt, scheint die Zeit ein wenig angehalten zu haben.

Dennoch wohnen hier absolut keine Hinterwäldler. Im Gegenteil. Die Einwohner von Christianseck halten zusammen wie Pech und Schwefel, auch wenn man bis zum nächsten Nachbarn fast Verpflegung mitnehmen muss, um ihn zu besuchen. Schon eine ganze Weile haben sie sich von der Stadt Bad Berleburg abgenabelt. Haben den Friedhof und die Kapelle in Eigenverwaltung übernommen und denn auch gleich einen neuen Verein gegründet zum Erhalt der Kapelle dem bereits 29 Einwohner beigetreten sind. Der ältere Verein, der Heimat- und Verkehrsverein kümmert sich um die in Eigenleistung erbaute Grillhütte – die übrigens eher den Namen „Grillhaus“ verdient hätte- und ein richtiger Prachtbau geworden ist. „Wir haben nichts, was der Stadt gehört“, erklärt Heimat- und Verkehrsvereinsvorsitzender Hans-Werner Trapp.

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Kühe und Ziegen grasen auf den Hängen, die an eine bayerische Landschaft erinnern, nebeneinander. 5 Bauernhöfe als Nebenerwerbsbetriebe gibt es im Ort. Die „Trapp-Familie“ zum Beispiel unterhält 70 Milch-Ziegen. Darum kümmert sich einer der Söhne der Familie. Herbert Feige, der einzige Gastwirt im Ort, hat sich da mehr auf das Rindvieh verlegt und nennt 25 Kühe sein eigen.

Mit den umliegenden Ortschaften Elsoff, Alertshausen, Diedenshausen, und Wunderthausen sind die Christiansecker eng zusammengerückt. Die Tourismusförderung wollen alle gemeinsam anpacken und mit einem Rundwegwanderweg von 37 Kilometern Länge wollen sie in nicht allzuferner Zukunft wieder mehr wanderlustige Touristen. Zwar sind von ehemals 9 Pensionen im Ort heute nur noch 5 übriggeblieben, aber ein 37 Kilometer langer Rundwanderweg soll in naher Zukunft wieder mehr wanderlustige Touristen anlocken, so haben sie es geplant.

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Die meisten Christiansecker sind auch hier geboren und kennen noch die Zustände, wie es früher war. Zum Beispiel wenn alle Einwohner dafür Sorge tragen mussten, dass im Winter die Straßen und Wege für den Briefträger, der 22 Kilometer am Tag zurücklegte, und der Schulweg für die Kinder vom Schnee befreit werden musste. Die alte Schule, die Hans-Werner Trapp, sein Vorstandskollege Wolfgang Baetzel und auch Ortsvorsteher Karl Wahl besucht haben, ist inzwischen in „hochadligem Besitz“. Nachdem das Gebäude 1966 für den Schulbetrieb geschlossen wurde, kaufte es Hubertus Prinz zu Sayn Wittgenstein-Berleburg, der ebenso 680 ha von Christianseck sein eigen nennen kann.

Die Bevölkerung von Christanseck zeigt aktuell folgende Statistik: 18 von insgesamt 97 Personen sind über 65 Jahre alt. Im Jahr 2000 zählte der Ort noch 110 Einwohner, seit 2010 sind es noch 97. Die Prognose für das Jahr 2020 sind 90 Bewohner. 2008 feierte der Ort sein 300jähriges Bestehen.

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