Projekt "Ökoprofit":Teilnahme hat sich gelohnt

wS/bu  – Burbach – Ende letzten Jahres wurde der Startschuss für das Projekt „Ökoprofit“ gegeben, jetzt wurde in den Räumlichkeiten  der Sparkasse Burbach-Neunkirchen Bilanz gezogen. Elf Unternehmen und Organisationen, neben der Sparkasse die Firmen Busch & Kunz,  Hering Bau, Hess Maschinenfabrik, Rittal, TNT Express, Heinrich Buhl sowie die Christlichen Seniorenhäuser Lützeln, Siegerland-Flughafen, Gemeinde Burbach und die Bäckerei Rothe, beteiligen sich an dem Programm, um Umweltschutzmaßnahmen zu identifizieren und umzusetzen. „Ich bin froh, dass wir den Prozess begonnen und die Unternehmen die Bereitschaft erklärt haben, mitzumachen“, sagt Bürgermeister Christoph Ewers. Er sieht die Unternehmen in der Gemeinde als wichtige Partner für die gesamte Klimaschutzinitiative der Masterplankommune.

Rund 50 verschiedene Maßnahmen

Rund 50 verschiedene Maßnahmen hatten die Projektverantwortlichen aufgelistet, die teilweise schon umgesetzt worden sind oder kurz vor der Realisierung stehen. Das Portfolio reicht dabei vom Themenkomplex Abfallvermeidung und -verwertung über die Modernisierung der Beleuchtung bis hin zur Optimierung der Heizungssteuerungen. Bei der Firma Busch & Kunz werden beispielsweise am Wochenende und in der Nacht zukünftig die Druckluftkompressoren abgeschaltet, um Energie zu sparen. Im Christlichen Altenheim Lützeln erfolgt die Umstellung der Lampen auf LED-Betrieb. Rund 20.000 € können dadurch in den kommenden Jahren eingespart werden. Auch Rittal und die Fa. Hess Maschinenbau schlagen diesen Weg ein und werden die Hallenbeleuchtung modernisieren. Die Firma Buhl hat ihren nachhaltigen Wertstoffkreislauf durch die Installation einer Papierabfallpresse, die zukünftig die Materialdichte erhöht, optimiert.

Nachhaltige ökologische Stärkung ist das Ziel

Ziel von Ökoprofit ist die nachhaltige ökonomische und ökologische Stärkung von Organisationen. Durch ein System aufeinander abgestimmter Maßnahmen wird es ihnen ermöglicht, Kosten zu senken und ihre Öko-Effizienz und Effektivität zu steigern. Zentrale Themen sind die Reduktion des Wasser- und Energieverbrauchs sowie die Abfallreduktion und die Erhöhung der Materialeffizienz. „Die Mitarbeiter im Unternehmen sind wichtige Multiplikatoren“, so Michael Homeyer vom begleitenden Büro B.A.U.M. „Das Umweltbewusstsein der einzelnen Mitarbeiter zu steigern, ist ausdrücklich erwünscht. Insofern spielt dieses Feld in der Unternehmenskommunikation eine wichtige Rolle.“ Die Firma TNT hat hier in Kooperation mit den Mitarbeitern erreicht, dass weniger Papier für Kopierer und Drucker verbraucht wird. Eine gemeinsame Radfahraktion hat Hering Bau in Holzhausen organisiert, um auf die umweltschonenden und gesundheitlichen Vorzüge des Fahrradfahrens aufmerksam zu machen.

Erfahrungen werden in Workshops ausgetauscht

„Im Laufe der Projektzeit hat sich ein Netzwerk entwickelt“, weiß Christoph Ewers. „Die gemachten Erfahrungen werden in den regelmäßigen Workshops ausgetauscht. So erhält jeder wieder neue Ideen und kann prüfen, ob die skizzierten Maßnahmen im eigenen Betrieb umgesetzt werden können. Nachmachen ist ausdrücklich erwünscht.“ Ewers ist hoffnungsfroh, dass durch das erste Ökoprofit-Projekt in Burbach weitere Unternehmen animiert werden, bei einer neuen Runde mit dabei zu sein. Für die jetzigen Projektteilnehmer hat sich die Teilnahme bis heute zur Zwischenbilanz schon finanziell gelohnt. Und die Ergebnisse bis zum Abschluss im kommenden Frühjahr können sich dann sicherlich sehen lassen.

Ökoprofil

Im Werbesaal der Sparkasse Burbach-Neunkirchen wurde jetzt Zwischenbilanz gezogen. Zahlreiche betriebliche Umweltschutzmaßnahmen konnten die Unternehmen präsentieren. Foto: Gemeinde Burbach.

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