CDU hält Lindenschule für unverzichtbar

Lindenschule(wS/si) Siegen – „Es geht um eine nachhaltige Inklusion in die Gesellschaft und deshalb ist es wichtig, Kindern mit Schwierigkeiten gerade zu Beginn ihrer Schullaufbahn die bestmögliche Förderung zukommen zu lassen“, unterstrich Jürgen Althaus (CDU), Vorsitzender des Kreisschulausschusses nach dem Besuch der Lindenschule. Zusammen mit seinen Fraktionskollegen hatte er die „Förderschule Sprachen“ des Kreises besucht. „Sie ist zurecht ein Aushängeschild für unsere Bildungsangebote“, so Althaus. „Diese Schule verfügt über einen sehr guten Ruf und wir wissen um die Wünsche der Eltern, dass eine solche Einrichtung verlässlich und dauerhaft zur Verfügung steht“.

Altersgerechtes Lern- und Sozialverhalten fördern

Derzeit werden hier 188 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Die Lehrkräfte finden Unterstützung durch zwei Erzieherinnen, die die Kinder in Spielräumen ergänzend betreuen können.

Rektor Dieter Lammersdorf erläuterte die Ziele seiner Schule: „Wir wollen bestehende Sprachauffälligkeiten beseitigen und ein altersgerechtes Lern- und Sozialverhalten fördern. Durch eine intensive, individuelle Förderung möchten wir unseren Schülerinnen und Schülern dazu verhelfen, dass sie Lernkompetenz für ein lebenslanges Lernen gewinnen und zu selbstständigen, selbstbewussten Menschen werden“.

Dabei werden den Kindern zugleich die Lerninhalte der Grundschule vermittelt.

Die Kreispolitiker lobten nach einem Unterrichtsbesuch die umfassenden Fördermöglichkeiten und Rahmenbedingungen, die den anschließenden Besuch einer Regelschule anstreben. „In diesem ersten Schutzraum kann tatsächlich auf die sehr individuellen Bedürfnisse der Kinder eingegangen werden“.

 Bedauern über Reduzierung der Grundschuldauer

Die Pädagogen bedauern allerdings, dass nach dem neuen Schulgesetz demnächst die Grundschuldauer hier auf vier Jahre reduziert werden muss. Derzeit können die Kinder zunächst die Eingangsklasse besuchen, der dann die Klassen 1, 2, 3 und 4 folgen. Lammersdorf erklärte die besondere Bedeutung der Eingangsklasse: „Sie ist der Ort, der versucht, den Schülerinnen und Schülern bei ihrem Start ins Schulleben optimale Bedingungen zu bieten und sie mit ihren sprachlichen Schwierigkeiten nicht zu überfordern. Die ersten Wochen dienen verstärkt der diagnostischen Arbeit und der Erstellung individueller Förderpläne. Auf spielerische Weise werden erste grundlegende Schulerfahrungen gesammelt“. Der Unterrichtsstoff des ersten Grundschuljahres könne so auf zwei Schuljahre verteilt. Dieser Raum, um Entwicklungsverzögerungen aufzuholen und in kleineren Schritten zu lernen, stieß bei den Gästen auf großes Verständnis.

 Sponsoren für „Modellprogramm“ gesucht

Beeindruckt zeigten sich die Besucher auch von den ergänzenden Aktivitäten der Schule. So beteiligt sie sich an dem Modellprogramm „Jedem Kind seine Stimme“. „Singen ist quasi Therapie“, so Lammersdorf. „Die Stimme bietet wunderbare Möglichkeiten, Kinder in ihrer musikalischen, emotionalen und sozialen Entwicklung zu fördern“. Gesucht werde allerdings noch ein Sponsor, denn für die weitere Umsetzung fehlen noch 1.500 Euro.

Als wichtigen und richtigen Schritt wertete die CDU die umfassende Netzwerkarbeit in die Schullandschaft hinein und auch mit dem Siegener Kinderkrankenhaus.

.

Anzeige bitte beachten Sie auch die Angebote unserer Werbepartner

[adrotate group="3"]

.