Taschendiebe in Kreuztaler Innenstadt unterwegs

(wS/ots) Kreuztal. Am Donnerstagnachmittag haben unbekannte Taschendiebe in der Marburger Straße in Kreuztal ihre Finger ausgefahren und in einem Supermarkt eine Kreuztalerin um ihre Wertsachen gebracht. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, bittet zusätzlich aber auch mögliche Zeugen um Mithilfe bei der Aufklärung der Hintergründe.

polizeilogo_siegen_wittgensDie 40-jährige Frau wurde zwischen 16.45 und 17.00 Uhr im „Kaufland“ Opfer der Taschendiebe. Der oder die Langfinger entwendeten geschickt und unauffällig aus der Umhängetasche der Kreuztalerin die Geldbörse und verschwanden im Anschluss unerkannt.

Eine Beschreibung der Täter liegt zur Zeit nicht vor. Auch ist unklar, ob es ein oder mehrere Personen waren. Ebenso bleibt die Frage offen, ob es sich um weibliche oder männliche Täter gehandelt hat.

Mögliche Zeugen können sich direkt mit der Kriminalpolizei in Kreuztal in Verbindung setzen, dies unter der Rufnummer 02732 909-0.

Die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein gibt Tipps, wie man sich gegen Taschendiebe schützen kann und klärt über deren Tricks auf:

Zumeist gehen Taschendiebe in Teams von mehreren Tätern arbeitsteilig vor. Dabei nutzen sie Tricks oder schlagen nach einem selbst verursachten Gedränge zu. Opfer von Taschendiebstahl werden vor allem Frauen. Das Repertoire der Taschendiebe ist äußerst umfangreich, fast täglich werden neue Finessen bekannt:

Der Rempel-Trick: Das Opfer wird im Gedränge angerempelt oder „in die Zange“ genommen; beim Einsteigen etwa in einen Bus stolpert der Vordermann, er bückt sich oder bleibt plötzlich stehen. Während das Opfer aufläuft und abgelenkt ist, greift ein Komplize in die Tasche.

Der Drängel-Trick: In vollen Bussen oder Bahnen rückt ein Dieb unangenehm dicht an das Opfer heran, das ihm den Rücken zuwendet und so die Tasche „griffbereit“ anbietet.

Der Stadtplan-Trick: Fremde fragen das Opfer nach dem Weg und halten ihm einen Stadtplan vor oder bitten es (etwa auf Bahnhöfen) an einen ausgehängten Plan. Während sich das Opfer orientiert und abgelenkt ist, plündern andere Täter die Hand- oder Umhängetasche.

Der Geldwechsel-Trick: Fremde bitten das Opfer, eine Münze zu wechseln. Wenn das Opfer die Geldbörse zieht und das Münzfach öffnet, wird es vom Täter abgelenkt. Während dieser beispielsweise seine Münze in die Börse wirft, nimmt er Banknoten heraus.

Der Beschmutzer-Trick: Insbesondere nach einem Bankbesuch wird das Opfer „versehentlich“ mit Ketchup, Eis oder einer Flüssigkeit bekleckert. Beim wortreichen Reinigungsversuch verschwindet das gerade abgehobene Geld aus der Tasche.

Der Supermarkt-Trick: Im Supermarkt fragen Fremde das Opfer nach einer bestimmten Ware. Während es danach sucht, wird die Tasche am
Einkaufswagen ausgeräumt.

Der Hochhebe-Trick: In einer Gaststätte behauptet jemand, das Gewicht des Opfers schätzen zu können. Beim Hochheben „zieht“ er oder ein Komplize die Geldbörse.

Der Bettel-Trick: Kinder halten dem Opfer im Lokal ein Blatt Papier vor mit der Bitte um eine Spende. Oder sie tollen auf der Straße um das Opfer herum und betteln es an. Dabei nutzt einer die Ablenkung für den raschen Griff nach der Geldbörse oder in die Handtasche.

Der Blumen-Trick: Ein Fremder begrüßt das Opfer freundschaftlich, umarmt es oder steckt ihm eine Blume an. Während das Opfer verdutzt
ist, verschwindet die Brieftasche.

Der Taschenträger-Trick: „Taschenträger“ oder „-trägerinnen“ spähen ältere Frauen beim Einkaufen aus und bieten ihnen scheinbar hilfsbereit an, den Einkauf nach Hause zu tragen. Dort eilen sie mit der Tasche die Treppe hinauf, während der ältere Mensch nicht so schnell hinterherkommt. Unterwegs nehmen sie die Geldbörse heraus, stellen die Tasche vor die Tür und kommen dem Opfer grüßend entgegen. Der Verlust wird erst später bemerkt.

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