TVÖD: Klares Signal von über 50.000 Streikenden

(wS/red) Dortmund/Köln 28.04.2016 | An den zwei Warnstreiktagen (26./27. April) haben sich landesweit über 50.000 Beschäftigte des Bundes und der Kommunen an Warnstreiks beteiligt. Nachdem gestern rund 28.000 Streikende gezählt wurden, versammelten sich heute jeweils 12.000 auf den Streikkundgebungen in Dortmund und Köln. ver.di-Landesleiterin Gabriele Schmidt: „Ein klares Signal der Kolleginnen und Kollegen an die öffentlichen Arbeitgeber, bei den anstehenden Verhandlungen ein vernünftiges Tarifangebot zu unterbreiten. Die Beschäftigten lassen sich nicht mit Reallohnverlusten abspeisen. Sie leisten gute Arbeit, die auch eine faire Entlohnung verdient hat.“

Fotos (2): ver.di

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Rund 270 Kolleginnen und Kollegen folgten dem Streikaufruf des ver.di-Bezirks Siegen-Olpe und machten sich mit insgesamt 7 Bussen zur Streikkundgebung nach Dortmund auf. Christiane Behle vom ver.di Bundesvorstand stellt in Ihrer Rede klar, dass die aufgestellten Forderungen absolut berechtigt und darüber hinaus für den Erhalt der Leistungsfähigkeit im öffentlichen Dienst notwendig sind. „Durchschnittlich jeder 5. Beschäftigte wird in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen.“ Dabei belasten Personalabbau (bis zu 38% im Bereich der Kommunen in den letzten Jahren), Fachkräftemangel und die zunehmende Anzahl an Zeitverträgen (Hochschulen und Kitas) ohnehin schon die Attraktivität der Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst.

2016-04-28_Warnstreik_Siegen_Olpe_Foto_verdi (2)Sarah Maiwald von der ver.di-Jugend und Mitglied in der Verhandlungskommission findet in ihrer Rede klare Worte für das „Angebot“ der Arbeitgeberseite: „Einfach nur dreist. Demnach würde es in diesem Jahr nicht einmal 10 Euro mehr für Auszubildende geben.“ Für die ver.di-Jugend ist klar: Sie werden noch unbequemer, sollte die anstehende Verhandlungsrunde wieder so unbefriedigend verlaufen. Jutta Reiter vom DGB Dortmund-Hellweg: „Die Arbeitgeber haben es am kommenden Donnerstag und Freitag in der Hand.“

Die Tarifverhandlungen für die 2,14 Millionen Beschäftigten des Bundes und der Kommunen gehen morgen und am Freitag (28./29. April) in die dritte entscheidende Runde. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um sechs Prozent sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von 12 Monaten. Zudem will ver.di sachgrundlose Befristungen von Arbeitsverträgen abschaffen und die unbefristete Übernahme der Auszubildenden regeln.

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