FDP: „Bereich der Fißmeranlage soll zum Hingucker werden“

Freie Demokraten für multifunktionale Konzepte in Siegener Oberstadt

Die „Fißmeranlage“ in der Nähe der Nikolaikirche. Fotos: Jürgen Kirsch

Die „Fißmeranlage“ in der Nähe der Nikolaikirche. Fotos: Jürgen Kirsch

(wS/red) Siegen | Die Freien Demokraten Siegen möchten die „Fißmeranlage“ in der Nähe der Nikolaikirche so geplant wissen, dass hier neben der eigentlichen Nutzung auch die Voraussetzung für eine Markt- bzw. Weihnachtsmarktnutzung geschaffen wird. „Wenn jetzt die planerischen Vorbereitungen für die Sanierung in 2019 beginnen, muss auch über solche multifunktionalen Konzepte nachgedacht werden“, fordert Markus Nüchtern, Vorsitzender des Stadtverbandes der Freien Demokraten in Siegen.

Augenmerk auf stadtgeschichtliche Bedeutung

Logo FDP Stadtverband SiegenDie FDP legt zudem ein besonderes Augenmerk auf die stadtgeschichtliche Bedeutung des Areals. Der Bereich rund um die 1307 erstmals urkundlich erwähnte Nikolaikirche wurde bereits früh besiedelt. „Von daher ist über die Reste des 1869 abgebrannten „Klubbs“ hinaus noch ein nennenswerter archäologischer Befund zu erwarten, der bis in die frühe Neuzeit und weiter zurück bis ins späte Mittelalter datiert werden kann“, verdeutlicht der Vorsitzende. Mit dieser Siedlungsgeschichte gehört der Bereich der heutigen Fißmeranlage gemeinsam mit dem Gelände im Bereich des Unteren Schlosses zu den ältesten Siedlungsgebieten Siegens.

Modernes Konzept für die Oberstadt

„Im Siegbergprogramm ist für 2019 der barrierefreie Komplettumbau der Fißmeranlage vorgesehen“, so Nüchtern. „Wir möchten, dass der Umbau der Fißmeranlage konzeptionell an die Geschichte des Ortes anschließt und Zeitspuren sichtbar macht“. Die Anlage könne dabei ein erhebliches touristisches Potenzial entwickeln, von dem nicht nur die Oberstadt, sondern die ganze Stadt profitieren werde.

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Je nach Ausgrabungsbefund könne damit auch Stadtarchäologie zum „Hingucker“ für die Oberstadt werden. Zugleich solle bereits jetzt über ein modernes Konzept für einen neuen Siegener Wochenmarkt nachgedacht werden, der an diesem Standort mehr und vielfältigere Händler begeistert.

Die Freidemokraten stellen fünf Kernthesen auf

Es ist unerlässlich, mit neuen Angeboten neue Käuferschichten zu erschließen. Dabei ist es sinnvoll, auf neue Anbieter zuzugehen, insbesondere Direktvermarkter mit regionalen Produkten und Gastronomen mit originellen Angeboten. Hierbei ist auch über die Marktlogistik und den Service gerade für Erzeuger nachzudenken, die aus eigener Kraft nicht in der Lage sind, einen Marktstand zu betreiben, die aber mit ihren Produkten eine Bereicherung für den Markt sein können. Die Möblierung der Fißmeranlage für Märkte ist mit stilistisch auf das Erscheinungsbild der Anlage abgestimmten Ständen vorzunehmen. Diese Stände können dann an dieser Stelle auch für den Weihnachtsmarkt nutzbar sein. Unabdingbar ist ein Verkehrs- und Logistikkonzept zu entwickeln, mit dem Einkäufe ortsnah eingeladen werden können und mit dem Wildparken verhindert wird. Der Begriff „Klubb“ soll als Marke genutzt werden, ohne den Namen „Fißmer“ komplett zu streichen.

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