Neuer Job für Jessica Horstmann Dank „Jugend in Arbeit plus“

Förderprogramm bringt Jugendliche und Unternehmen zusammen

Jessica Horstmann sieht man an: Ihr macht ihre Arbeit Spaß! Sie ist bei Siebel Elektronik in Kreuztal beschäftigt. Bekommen hat sie diese Stelle mit Hilfe des Förderprogramms „Jugend in Arbeit plus“. Das wird von der Regionalagentur Siegen-Wittgenstein und Olpe koordiniert. Ansprechpartner im Kreishaus ist Hans-Peter Flaig. Er sagt: „Jessica Horstmann ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie ‚Jugend in Arbeit plus‘ helfen kann und welche Chancen das Programm jungen Menschen bietet.“

Der Berufsweg von Jessica Horstmann war steinig: „Nach meinem Hauptschulabschluss habe ich eine Ausbildung in einer Tierklinik gemacht, konnte aber nicht übernommen werden“, erzählt die 24-Jährige: „Nach meinem Umzug von Moers ins Siegerland war die Suche nach einer Arbeitsstelle zunächst sehr schwierig.“
Doch die gelernte tiermedizinische Fachangestellte hatte Glück: Von ihrem Berater bei der Arbeitsagentur wurde sie recht schnell auf das landesweite Förderprogramm „Jugend in Arbeit plus“ aufmerksam gemacht. Dieses Programm unterstützt arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene bei der Suche und der Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.

„Jugend in Arbeit plus“ hat Jessica Horstmann und Henrik Siebel (hinten rechts) zusammengebracht. Koordinator Hans-Peter Flaig von der Kreisverwaltung hat dabei geholfen. Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein

„Jugend in Arbeit plus“ hat Jessica Horstmann und Henrik Siebel (hinten rechts) zusammengebracht. Koordinator Hans-Peter Flaig von der Kreisverwaltung hat dabei geholfen. Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein

„Wenn wir die Jugendlichen kennenlernen, überlegen wir gemeinsam, welcher Arbeitsplatz für sie in Frage kommt“, erläutert Hans-Peter Flaig. Er und seine Kollegin von der Handwerkskammer Südwestfalen sichten gezielt die Stellenanzeigen und nehmen Kontakt mit Unternehmen auf, die Mitarbeiter suchen. Um festzustellen, ob der Arbeitsplatz passt, kann dann ein Kurzpraktikum absolviert werden.

Ein weiterer Pluspunkt des Programms: Auch während der Beschäftigung stehen die Koordinatoren sowie sozialpädagogische Fachkräfte des Berufsfortbildungswerks, des DGB sowie des Katholischen Jugendwerks Förderband in Siegen und Olpe für die Arbeitgeber und die Jugendlichen weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung.
Vor inzwischen zwei Jahren hat „Jugend in Arbeit plus“ den Kontakt zwischen Jessica Horstmann und Henrik Siebel, dem Geschäftsführer der Siebel Elektronik GmbH, hergestellt. Der Diplom-Ingenieur hatte sich bereits in der Vergangenheit im Rahmen des Programms für Jugendliche mit Unterstützungsbedarf engagiert. So war er auch sofort bereit, Jessica Horstmann eine Chance zu geben. „Wir waren zu dieser Zeit auf der Suche nach einem Produktionsmitarbeiter, der insbesondere ein Händchen für Feinmotorik hat“, erzählt der Geschäftsführer – und er bekennt ganz offen: „Ohne solche Förderprogramme würden Bewerber wie Jessica Horstmann mit wenig Berufserfahrung und branchenfremder Ausbildung ganz schnell durch das Raster fallen – bei der Vielzahl an Bewerbungen, die wir bekommen.“
Doch die junge Frau hat ihre Chance ergriffen und ihn „äußerst positiv überrascht“, erzählt Henrik Siebel. Inzwischen hat die 24-Jährige einen unbefristeten Vertrag und arbeitet eigenverantwortlich studentische Hilfskräfte ein.

„Ich kann anderen Unternehmern nur empfehlen, sich die jungen Menschen aus diesem Förderprogramm anzusehen, denn letztendlich profitieren davon beide Seiten“, betont Siebel und fügt hinzu: „Ich habe auf diesem Weg eine Mitarbeiterin gewonnen, die absolut zu unserem Betrieb passt und hoffentlich sehr lange bei uns bleibt.“.

„Jugend in Arbeit plus“ wird durch Mittel des Landes NRW und des Europäischen Sozialfonds finanziert. Durch einen Lohnkostenzuschuss kann der Arbeitsplatz darüber hinaus für eine gewisse Zeit im Unternehmen gefördert werden.

Koordiniert wird das Programm durch die Regionalagentur Siegen-Wittgenstein und Olpe. Ansprechpartner bei der Kreisverwaltung ist der Kammerkoordinator Hans-Peter Flaig, Telefon 0271 333-1153. Weitere Informationen zu „Jugend in Arbeit plus“ sowie zu weiteren Förderprogrammen sind unter www.regional-agentur.de erhältlich.