Studenten- und Studierendenwerke kämpfen für mehr bezahlbaren Wohnraum

Kampagne „Kopf braucht Dach“ appelliert an die politischen Entscheider

(wS/red) Siegen 25.09.2017 | Die 58 Studenten- und Studierendenwerke in Deutschland stehen vor der gleichen Herausforderung. Sie sollen sich um die sozialen Belange der Studierenden kümmern und ihnen unter anderem campusnahen und bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen. Der wird jedoch aufgrund steigender Studierendenzahlen immer knapper. Gerade zum Beginn des Wintersemesters sind die Wartelisten für einen Wohnheimplatz bei den Studenten- und Studierendenwerken überall in Deutschland lang.

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) in Berlin, Dachverband aller 58 Studenten- und Studierendenwerke, hat daher jüngst eine Kampagne mit dem Titel „Kopf braucht Dach“ gestartet und wirbt um mehr staatliche Unterstützung – auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene. Konkret fordert die Kampagne mehr öffentliche Zuschüsse für den Neubau und die Sanierung von Studierendenwohnheimen. Auch die Bereitstellung von geeigneten Grundstücken durch die Länder wäre denkbar. Ziel der Kampagne ist es, gegenüber den politischen Entscheidungs- und Mandatsträgern die Forderungen der Studenten- und Studierendenwerke nachhaltig zu platzieren, aber auch die Kompetenz, Erfahrung und Expertise der Studenten- und Studierendenwerke beim studentischen Wohnen herauszustreichen.

Auch das Studierendenwerk Siegen engagiert sich seit vielen Jahren für den Neubau sowie die Erhaltung bezahlbaren Wohnraums für Studierende und beteiligt sich an der Kampagne des Dachverbandes. „Eine günstige, campusnahe und studierendengerechte Unterkunft ist die Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Studium“, so Detlef Rujanski, Geschäftsführer des Studierendenwerks Siegen. Rujanski hat sich in einem persönlichen Anschreiben an die politisch Verantwortlichen aus der Region gewandt und Gesprächsbedarf signalisiert.

Öffentliche Zuschüsse wären in Siegen beispielsweise beim geplanten Neubau eines Studierendenwohnheims in der Adolf-Reichwein-Straße gut investiert. 128 Apartments sollen hier entstehen. Auch für die Sanierung der bestehenden 940 Wohnheimplätze müssen laufend hohe Summen aufgewendet werden. Ohne öffentliche Förderung werden All-Inclusive-Durchschnittsmieten von rund 250,00 Euro in Siegen auf Dauer nicht haltbar sein. In der Nähe zum neuen Campus „Unteres Schloss“ sucht das Studierendenwerk weiterhin händeringend nach geeigneten Grundstücken oder Immobilien, um hier zusätzlichen studentischen Wohnraum zu schaffen.

Weitere Informationen zur Kampagne findet man unter www.mein-studentenwohnheim.de
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