Kreuztal – Besuch bei „Mädchen in Not“

(wS/red) Kreuztal 21.12.2018 | Eine ganz wichtige Anlauf-u. Beratungsstelle im hiesigen Raum

Die Beratungsstelle „Mädchen in Not“ in der Kreuztaler Roonstraße leistet einen wichtigen Beitrag, um weiblichen Opfern sexueller Gewalt dringend nötige Hilfe zu leisten. Die Stadtverbände der Jungen Union Kreuztal und Hilchenbach machten sich bei einem Besuch vor Ort ein Bild von der Arbeit in der Beratungsstelle.

Begrüßt wurden die jungen Christdemokraten dabei von den Sozialpädagoginnen Melissa Thor und Duygu Gözler, die den Gästen schnell klar machten, wie dringend eine Beratungsstelle für Mädchen benötigt wird. „Wir haben schätzungsweise 100-120 Fälle im Jahr, wobei die Dunkelziffer noch höher liegen dürfte.“ Erschreckend: Gerade einmal fünf Fälle schaffen es zu einer Anzeige. Die Hürden seien extrem hoch und auch sonst, sei es ein unglaublich beschwerlicher Weg, bis ein Kind die Unterstützung erhalte, die es benötigt, um sich als Opfer sexueller Gewalt zu offenbaren. „Wir sind in der Tat fassungslos“, so der Hilchenbacher JU-Vorsitzende Lukas Klimke. Sein Kreuztaler Pendant Julian Siebel pflichtete ihm bei: „Besonders schlimm fínde ich, dass es so viele Mädchen in jungen Jahren sind und die Täter meist aus dem nahen Umfeld der Kinder kommen.“ Es sei großartig, dass vor Ort gut ausgebildete Ansprechparterinnen zur Verfügung stünden.

Das Thema der Finanzierung wurde bei dem Besuch ebenfalls angesprochen. Seit dem Trägerwechsel zu „VAKS e.V.“ sei die finanzielle Lage stabiler geworden. Dennoch könne die Beratungsstelle weitere finanzielle Hilfe gut gebrauchen. Siebel erkundigte sich nach Finanzhilfen durch Kommunen. Nur der Kreis Siegen-Wittgenstein, Kreuztal und Siegen würden sich finanziell beteiligen. „Das ist schon schwach. Ein Lob an den Kreis und die Städte Kreuztal und Siegen, dass sie sich hier beteiligen. Aber wenn wir hören, dass nicht nur Mädchen aus Siegen-Wittgenstein kommen, sondern auch aus dem Kreis Olpe, wäre ein entsprechende Beitrag wünschenswert.“ Auch Lukas Klimke kritisierte die Zurückhaltung der anderen Kommunen. „Wir möchten zumindest einen Anstoß geben und werden Kontakte aktivieren, um hier eine bessere Beteiligung zu erreichen.“

Die beiden Stadtverbände bedankten sich bei Frau Thor und Frau Gözler und sicherten ihnen weitere Unterstützung zu. Wer die Arbeit von „Mädchen in Not“ gerne finanziell unterstützen möchte, kann dies sehr gerne mit einer Spende tun (Spendenkonto: Sparkasse Siegen; IBAN: DE29 4605 0001 0010 0082 33; BIC: WELADED1SIE).


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