Besuch im Kreishaus und beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

(wS/red) Siegen 18.04.2019 | Evangelischer Senioren-Männerkreis unterwegs

 Der Evangelische Senioren-Männerkreis aus Dreis-Tiefenbach unter der Leitung von Gerhard Ziel und Otto Flick besuchte kürzlich auf Einladung von Ingolf Jost das Kreishaus in Siegen, verbunden mit einer Informationsveranstaltung über die Arbeit des Volksbundes Deutsche  Kriegsgräberfürsorge e.V. Nach einem freundlichen Empfang im Foyer des Kreishauses hatte die Gruppe Gelegenheit, das Gebäude selbst, dessen Geschichte und Entstehung kennenzulernen.

Michael Haßler vom Gebäudemanagement des Kreises informierte in kompetenter Weise – auch anhand von Fotos – über die Historie des Gebäudes und dessen Nutzung. Manches wurde bei einem Rundgang um und durch das Gebäude erläutert, so z.B. der Außenbereich, die Heiz- und Kühlanlagen sowie die Isolierung der Außenfassade und die Raumaufteilung. Besonders gefiel den Besuchern die aussichtsreiche Dachterrasse.

Ingolf Jost als Kreisgeschäftsführer des Volksbundes erläuterte der Seniorengruppe Aufgaben und Ziele dieser Organisation, vor allem auch im Kreisverband. Entstanden ist der Volksbund vor 100 Jahren, also im Jahr 1919 kurz nach dem 1. Weltkrieg. Heute hat er seinen Sitz in Kassel. Ab 1946 legte der Volksbund in kurzer Zeit über 400 Kriegsgräberstätten in Deutschland an. 1954 wurde er von der Bundesregierung beauftragt, die deutschen Soldatengräber im Ausland zu suchen, zu sichern und zu pflegen.

Die wichtigste Aufgabe ist seitdem vor allem Kriegstote und ihre Gräber zu suchen, die Angehörigen zu informieren und die Gräber zu betreuen. Im Kreisverband werden darüber hinaus die Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag mitgestaltet sowie Jugendbegegnungen mit Zeitzeugen und an Kriegsgräbern organisiert und gefördert.

Informationen aus „erster Hand“ gab Beatrix Balzar, die Ingolf Jost zu dem Gespräch eingeladen hatte. Als persönlich Betroffene – Beatrix Balzar hatte sich auf die Suche nach letzten Spuren ihres Großvaters in Russland gemacht – erzählte sie über ihre ehrenamtliche Arbeit. Seit ihrer Russlandreise hilft sie Menschen dabei, die Gräber ihrer Vorfahren – vorwiegend in der ehemaligen Sowjetunion – zu finden. Welche Schwierigkeiten, aber auch positiven Erfahrungen sie dabei gemacht hatte, schilderte sie sehr eindrücklich. Die Männergruppe war sehr beeindruckt von dem detaillierten Bericht von Beatrix Balzars abenteuerlichen Erlebnissen.

Zum Abschluss besichtigte die Besuchergruppe noch den repräsentativen Sitzungssaal und das Büro von Landrat Andreas Müller.

Weitere Informationen zum Kreisverband des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. finden Interessierte auf der Homepage des Kreises (unter Themen und Projekte; www.siegen-wittgenstein.de/Kreisverwaltung/Themen-und-Projekte/Volksbund). Dort findet sich auch ein ausführlicher Bericht über Beatrix Balzars Suche nach ihrem Großvater.

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